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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Wildunfall In Ganderkesee: Identität des toten Wolfs wird jetzt geklärt

08.01.2020

Ganderkesee Der Kadaver des Tieres, das am Donnerstag kurz vor Bookholzberg überfahren wurde, wird nun eingehend untersucht. „Wir gehen davon aus, dass es ein Wolf ist“, bekräftigte Pressesprecherin Lotta Cordes vom Niedersächsischen Umweltministerium. Gewissheit sollen die Ergebnisse der Untersuchung schaffen.

Ein emotionales Thema

Eine eindeutige Identifikation von Wölfen sei generell sehr schwierig, wie Cordes erklärte. „Das ist ein hochemotionales Thema für viele Menschen.“ Weil es vor allem online in sozialen Netzwerken schnell zu Anfeindungen gegenüber Mitarbeitern und den Behörden komme, sobald der Wolf ein Thema ist, herrscht große Vorsicht.

Die Proben, die der Wolfsberater Carsten Sauerwein vor Ort genommen hat, werden an das Institut Senckenberg in Gelnhausen geschickt, das sich bundesweit auf Wolfsgenetik spezialisiert hat. Das Ergebnis der genetischen Analyse soll helfen, die Herkunft des Tieres zu bestimmen. „Da geht es um die Rudelzugehörigkeit“, erklärte Lotta Cordes vom Umweltministerium.

Analyse wird dauern

Die Daten werden anschließend an das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz geschickt. Das wird aber noch dauern: Bis zu drei Wochen, schätzt Cordes, dann könnten Ergebnisse vorliegen. Grund für die Dauer ist die Menge der Analysen im Institut Senckenberg. „Die machen Wildtiergenetik für das ganze Bundesgebiet“, sagte sie, dementsprechend hoch sei der Andrang.

Der Leichnam des Wolfs dagegen tritt jetzt die Reise zur Bundeshauptstadt an: Am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin wird vor allem die Todesursache genauer untersucht.

24 Rudel im Bundesland

Das Umweltministerium schätzt, dass sich aktuell etwa 24 Rudel in Niedersachsen aufhalten, dazu vier niedergelassene Wolfspaare – deren Anwesenheit unter anderem durch die erhöhte Anzahl der örtlich gerissenen Tiere ermittelt werden kann – sowie Einzelgänger.

Pro Rudel werden acht bis zehn Tiere angenommen: die Elterntiere – Rüde und Fähe –, dazu Welpen und jährige Wölfe, die irgendwann vertrieben werden und sich ein eigenes Territorium suchen. Cordes: „Insgesamt haben wir etwa 230 Tiere in Niedersachsen.“ Die meisten davon halten sich im östlichen Teil des Bundeslandes auf.

Für den Landkreis Oldenburg wird derzeit nicht angenommen, dass es ein örtliches Rudel gibt. „Es gab vereinzelte Risse, aber bisher konnte nicht nachgewiesen werden, dass sich Wölfe dort niedergelassen haben“, sagte Cordes.

Durchzügler im Landkreis

Das bestätigte auch Carsten Sauerwein. „Wir wissen, dass wir im Landkreis hin und wieder Durchzügler haben.“ Keine Anzeichen gebe es dagegen für Rudel oder Wölfe, die sich dauerhaft bestimmten Orten im Landkreis aufhielten. „Niedersachsenweit kann man aber überall damit rechnen, einen Wolf anzutreffen“, sagte er. Für die Klärung der Identität des mutmaßlichen Wolfs aus Ganderkesee müsse man jetzt die Untersuchung abwarten.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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