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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Zweite Rolli-Tour In Ganderkesee: Barrierefreiheit ist hier auf einem guten Weg

20.10.2018

Ganderkesee Es hat etwas länger gedauert mit der Auswertung der 2. „Rolli-Tour“ des Arbeitskreises der Selbsthilfe- und Initiativgruppen Ganderkesee (ASG). Die Tour fand im Mai statt, jetzt stellte Vorsitzende Sabine Bretzke die Ergebnisse vor.

Dass es so lange gedauert habe, habe unter anderem mit der Fülle der Anmerkungen zu tun, die der ASG auch schon an die betroffenen „Stationsinhaber“ geschickt habe. Bei der Rolli-Tour wurden verschiedene Stationen – darunter der Festplatz, der Bahnhof, Inkoop und das Ärztehaus an der Raiffeisenstraße sowie die Gemeindebücherei – angefahren. Das Fazit: „Es hat sich doch eine Menge getan“, so Bretzke. Die Teilnehmer hätten überwiegend positive Erlebnisse gehabt.

Doch auch wenn die Ergebnisse größtenteils positiv ausfielen, was den „Stationsinhabern“ auch entsprechend mitgeteilt wurde, gab es dennoch an ein paar Stellen noch Probleme für Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen. So ist zum Beispiel die Jugendabteilung im ersten Stock der Gemeindebücherei nur über eine Treppe zu erreichen. Ein Umstand, an dem sich auch in naher Zukunft nichts ändern werde, da der Einbau eines Fahrstuhls technisch sehr aufwendig und zudem teuer sei. Anders sehe es bei der Beschaffenheit der Behinderten-Parkplätze auf dem Festplatz aus, die zu kurz seien. Das Thema solle bald in den Gremien beraten werden.

„Die Gemeinde hat sehr schnell und positiv auf unseren Bericht reagiert“, betont Bretzke. Gleiches gelte auch für Inkoop. Hier wurde die fehlende Möglichkeit bemängelt, die Tür zum Behinderten-WC automatisch zu öffnen. Eine Behebung sei hier aus Platzgründen zwar ebenfalls nicht möglich, aber das Personal sei „für die Belange und Nöte von Menschen mit Behinderung sensibilisiert“ und helfe gerne. Dies gelte auch für die Gemeindebücherei.

Während Gemeinde und Inkoop reagierten, gab es sonst keine Rückmeldung, auch nicht von der Deutschen Bahn. Hier bemängelt der ASG die Bahnübergänge. Während die Gestaltung des Ganderkeseer Bahnhofes vorbildlich sei, auch für Menschen mit Seh- oder Höreinschränkungen, sei der Bahnübergang an der Lindenstraße für Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl problematisch. Das Problem: Die vorderen, kleinen Räder würden sich mitunter in den Aussparungen der Schienen verfangen. Eine Erfahrung, die auch NWZ-Redakteurin Sonja Klanke im Mai im Selbstversuch machte.

„Viele Rollstuhlfahrer überqueren deswegen die Schienen rückwärts“, erklärt Bretzke. „Aber das kann ja nicht die Lösung sein“, so Rüdiger Laudien aus dem ASG-Beirat. „Hier hätten wir wirklich eine Reaktion der Bahn erwartet“, so Bretzke weiter.

Auf Nachfrage der Nordwest-Zeitung teilt Egbert Meyer-Lovis von der Pressestelle der Deutschen Bahn mit, dass die Abstände der Spurführung genau auf die Züge abgestimmt seien. Eine „Verkleinerung“ der Rillen sei entsprechend nicht möglich.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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