Ganderkesee - Fast 60 Prozent der Ganderkeseer Jugendlichen waren schon einmal in einem der Jugendzentren der Gemeinde – aber nur etwa 5,4 Prozent sind regelmäßige Besucher. – Das ist eines der Ergebnisse, die bei einer Umfrage des Ganderkeseer Jugendparlaments (JuPa) herausgekommen sind – und die am Mittwochabend im Schulausschuss für so manch einen „Aha-Effekt“ sorgten.

JuPa-Vorsitzender Alexander Kolloge und seine Stellvertreterin Carolin Heisig stellten die Zahlen und Trends vor. Ein Schwerpunkt: Die Nutzung vorhandener Freizeit-Angebote.

Die Hitliste wird hier klar von Sportvereinen angeführt (305 regelmäßige Besucher/68 gelegentliche Besucher), gefolgt vom Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen (115/174) und Bolzplätzen (84/153). Erst auf Rang sechs: die Jugendzentren (32/102).

Bei der Frage, welche Freizeitaktivitäten sonst noch betrieben werden, liegt Tanzen (65 Nennungen) vorn vor Fußball (53), Reiten (45), Fahrradfahren (41) sowie Schwimmen (39).

Nur wenig bekannt sind offenbar bei manch einem Jugendlichen die Ganderkeseer Jugendzentren. Auf die Frage nach den Häusern nannten 244 Teilnehmer das Ganderkeseer Jugendzentrum Trend. Deutlich abschlagen folgen das (mittlerweile geschlossene) Jugendzentrum Treff in Rethorn (189) und der Bookholzberger Kaffeepott (144).

Letzterer sei damit ähnlich bekannt wie das Jugendparlament selber, merkte Carolin Heisig amüsiert an. CDU-Ratsherr Carsten Jesußek reagierte auf den Kaffeepott-Wert „ein bisschen entsetzt“. Noch niedriger war der Bekanntheitsgrad des Jugendraums Horst (69-mal genannt).

Das Jugendparlament fragte auch, für welche Angebote die jungen Ganderkeseer in ein Jugendzentrum gehen würden. Hier rangiert das Fußballspielen (49 Nennungen) klar vorn, abgeschlagen folgen Ferienpassaktionen (22), Billard (15), Konsolenspiele (15) und „Freunde treffen“ (15).

324 Teilnehmer sagten, ihnen reichten die Angebote für Jugendliche in der Gemeinde aus, 204 finden das nicht. Am häufigsten vermisst werden Geschäfte (vor allem für Kleidung und Nahrungsmittel), Diskothek/Feiermöglichkeit (23 Nennungen), mehr Fußballplätze in besserem Zustand (19), Jugendplätze/Café (14) sowie ein größeres Sportangebot (13).