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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Bildung: Gemeinsam für mehr Qualität

13.08.2010

GANDERKESEE Dass auch kleine Einheiten pädagogisch riesig sein können – wie Werner Köhler es vor dem Auftritt der Grundschule Habbrügge ankündigte –, bewies deren Kollegium bei der Festveranstaltung zur Unterzeichnung des Schulverbundes der sechs Ganderkeseer Grundschulen und der Förderschule am Habbrügger Weg eindrucksvoll. Frei nach Smokies „Next Door To Alice“ erzählte es musikalisch vom bunten Schulleben. Lachattacken im Publikum zeugten von der Güte des unterhaltsamen Beitrages.

Aber nicht nur die kleinste Schule im Verbund nutzte die seltene Gelegenheit, da die Kollegien aller beteiligten Schulen, Landrat Frank Eger, Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas und Regierungsschuldirektor Klaus Kapell versammelt waren, die Vielfalt der Ganderkeseer Schullandschaft vorzustellen.

Diese Fülle wird ungeachtet des Verbundes Bestand haben. Ziel des Vertrages ist die Verbesserung der Bildungsqualität. „Traumhaft hoch“ sei diese Zielvorstellung und „anspruchsvoll“, so Kapell. Im Programm sei „wahnsinnig viel“ enthalten, zollte er den Kollegien Respekt. Heraus komme „eine Bildungskonzeption, die für die nächsten Jahre tragfähig ist“. Ein Wunsch allerdings bleibe, so Kapell: „Lassen Sie dem ersten Schritt weitere folgen“, hofft er auf eine Einbeziehung der weiterführenden Schulen.

Auch Frank Eger sieht die Schulen „auf dem richtigen, dem einzigen zukunftsweisenden Weg“ – vor allem vor dem Hintergrund der Inklusion, der gemeinsamen Bildung für alle Schüler. Die Schulen hätten, so Alice Gerken-Klaas, „kreative Ideen und Mut, neue Wege zu gehen“. Bei allen Planungen stünden die Belange der Schüler im Vordergrund. „Keiner kann alles. Jeder kann was. Gemeinsam werden wir die Ziele erreichen.“

Geschehen soll das (wie berichtet) durch eine organisatorische und pädagogische Zusammenarbeit. Ein gemeinsames Bildungsverständnis soll entwickelt, die Kooperation zwischen Kindertagesstätte, Grund- und Förderschule verbessert werden.

Wie wichtig der Schulverbund ist, zeigte eine kleine Episode beim Festakt: Das vom Kollegium der Förderschule benutzte „verhaltensoriginell“ für sein Schülerklientel war den Kollegen der Grundschulen fremd. Das erstaunte, teils amüsierte Gemurmel dürfte dann wohl der Vergangenheit angehören.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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