Ganderkesee - „Ab und zu riecht es mal.“ Andreas Melle, Technischer Leiter bei K-Nord in Ganderkesee, weiß um die Emissionen des Kompostwerkes auf dem Betriebsgelände an der Weststraße in Ganderkesee. „Aber wir versuchen, die Belästigungen so gering wie möglich zu halten.“

Zumindest einem aber stinkt es gewaltig: Heinrich Schweers, seit fast 20 Jahren wohnhaft am Marderweg, gut 500 Meter entfernt vom Kompostwerk, empfindet den strengen Geruch verrottender Grünpflanzen als unerträglich: „Man kann morgens kein Fenster aufmachen, keine Wäsche draußen aufhängen“, beklagte er   am Mittwoch.

Nach Angaben von Andreas Melle hat K-Nord seine Arbeitsschritte schon so getaktet, dass sich Geruchsbelästigungen für Anlieger in Grenzen halten: Die Grünabfälle würden immer früh am Morgen geschreddert, zwischen 6 und 8.30 Uhr. „Wenn die Leute dann draußen sind, hat sich das verzogen.“

Früher gingen bei K-Nord nahezu täglich Beschwerden ein: Viele Ganderkeseer ärgerten sich in den Anfangsjahren des neuen Jahrtausends über den Gestank aus den Grünabfällen. Mit verschiedenen baulichen und technischen Maßnahmen bekam das Unternehmen das Problem aber in den Griff – und nachdem Ende 2011 die Verträge mit dem Landkreis Oldenburg zur Biomüll-Kompostierung ausliefen, war die größte Ursache ohnehin verschwunden. Laut Andreas Melle melden sich gelegentlich Anlieger, die sich gestört fühlen. Aktuell sei ihm aber nur die eine Beschwerde von Heinrich Schweers bekannt.