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09.11.2017

Grüppenbühren Die Leidtragenden sind die Anwohner. Lärm, Müll, sogar Fäkalien: Die Lkw-Fahrer, die abends das Gewerbegebiet Ganderkesee-West ansteuern, um dort ihre gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten zu verbringen, weil sie an der Autobahn keinen Parkplatz finden, sorgen immer noch für ordentlich Ärger. Von bis zu zwölf Kühllastern pro Nacht hatten Anwohner vor einem Jahr berichtet.

Es seien zwar weniger geworden, sagte Jörg Berneisch, der sich mit seiner Firma Berneisch Stahl- und Sondermaschinenbau vor einem Jahr in dem Gewerbegebiet niedergelassen hat, bei einem Besuch der CDU-Fraktion, aber ein paar Lkw seien nachts noch da.

Mitarbeiter des Kommunalservice Nordwest hatten bereits im Frühjahr vergangenen Jahres im Auftrag der Gemeinde Betonpoller auf den Haltebuchten aufgestellt, so dass nur noch Pkw und Kleinlaster dort parken können. In den Parkbuchten vor der Firma Berneisch finden Lkw aber noch Platz.

Dort hatte es bis zur Ansiedlung von Berneisch eine Schranke gegeben, teilte Gemeindesprecher Hauke Gruhn mit. Die ist aber natürlich entfernt worden, damit die Firma zu erreichen ist. Nun steht dort eine Bake mit Durchfahrt-verboten-Schild.

„Die Beschilderung ist eindeutig“, sagte Gruhn. Dennoch setzen sich Lkw-Fahrer darüber hinweg. Mitarbeiter des Ordnungsamtes würden hier tagsüber kontrollieren, so Gruhn. Nachts sei die Polizei zuständig.

Auch Horst Auffarth, Bezirksvorsteher in Grüppenbühren, kann bestätigen, dass sich die Situation zwar verbessert habe, das Problem aber immer noch vorhanden sei. Anwohner würden die Lkw-Fahrer sogar persönlich ansprechen, das würde meist Wirkung zeigen.

Ihn und seine Mitarbeiter würde der Lärm nicht stören, schließlich sei nachts niemand in der Firma, sagte Jörg Berneisch. Den Ärger der Anwohner könne er aber gut verstehen. Auch Müll liege ab und zu am Straßenrand oder werde über den Zaun auf das Firmengrundstück geworfen, bestätigte Berneisch auf Nachfrage des CDU-Ratsherrn Stephan Neitzel. Der nämlich hatte sogar von Beuteln voller Fäkalien gehört, die am Zaun gehangen haben sollen. Neitzel schlug vor, die Bürgermeisterin um Hilfe zu bitten.

Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht: Weitere Parkplätze an der Autobahn 28 seien derzeit nicht geplant, sagte Joachim Delfs von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Nachfrage der NWZ. Derzeit würden weitere Stellplätze an der A1 und der A 29 geschaffen. An der A 28 seien die Verhältnisse laut Delfs noch nicht so prekär. Er versprach aber: „Wir beobachten das.“