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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Schnack Mit Markus Gorski: Der Kreisstadt nicht nur beim Gildefest sehr verbunden

30.05.2020

Hoykenkamp Das Pfingstfest bedeutet in jedem Jahr für Wildeshausen: Ausnahmezustand. In der Stadt an der Hunte wird dann die fünfte Jahreszeit gefeiert. In diesem Jahr wird es dort aber ruhig bleiben, denn aufgrund der Corona-Pandemie findet das 617. Gildefest nicht statt. „Das Fest ist eine ideale Gelegenheit, um gute Freunde und alte Bekannte wiederzutreffen“, bedauert Markus Gorski (54) die Absage.

Den gebürtigen Delmenhorster, der heute privat und geschäftlich in der Gemeinde Ganderkesee beheimatet ist, zieht es jedes Jahr zu Pfingsten nach Wildeshausen. Mit der Kreisstadt verbindet er viele Erinnerungen und die haben nicht nur etwas mit dem Fest zu tun. Aber der Reihe nach.

Die Eltern Doris und Armin Gorski hatten in Delmenhorst eine Firma für Garagentore und Stahlgaragen. Schon früh erkundete Sohn Markus seine Heimat und die Umgebung, so dass er beim Sonntagsausflug seinen Eltern oft hilfreiche Tipps geben konnte wie „Da hinten gibt es einen bissigen Hund“. In den Ferien und an vielen Wochenenden ging es zu den Großeltern an die Nordseeküste, denn diese waren Dauercamper in Schillig. „Ich habe diese Zeit dort sehr genossen und wenn heute einmal Urlaub angesagt ist, dann geht es meistens ans Meer“, verrät Markus.

Neben dem Basteln an Fahrrädern versuchte er sein Talent auch auf der Heimorgel. „Leider fehlte mir in jungen Jahren die Passion und die Disziplin“, bedauert er. Der Musiker Otto Groote sagte einmal zu ihm: „Das Schönste für mich ist, wenn ich mit meiner Musik Menschen inspirieren kann.“ Markus Gorski wurde von ihm durchaus inspiriert. „Vor einigen Jahren habe ich mir eine Mundharmonika zugelegt und mir einiges selbst beigebracht. Meine ersten Versuche waren einsam am Strand auf der Insel Juist“, erinnert sich Markus.

Durch Zufall entdeckte er ein Programm der evangelischen Familienbildungsstätte. Dort gibt es die „Feierabendmusiker“ mit dem Motto „Keine Angst vor falschen Tönen“. Seit nunmehr fünf Jahren gehört er zu dieser Musikgruppe, die auch kleinere Konzerte gibt. „Ein schönes Hobby und ein guter Ausgleich zum beruflichen Alltag“, schwärmt Markus.

Schon in jungen Jahren hatte er den Wunsch, einmal die Firma seiner Eltern fortzuführen. Nach der Grundschule besuchte er das Gymnasium an der Willmsstraße in Delmenhorst. „Ich hatte bis dahin eine tolle Kinderzeit, aber ab hier verdunkelten sich die Wolken. Dieses Gymnasium und ich sind nie Freunde geworden“, blickt Markus zurück. Nach der 11. Klasse wechselte er zur Handelsschule und ab hier schien für ihn wieder die Sonne. Das sollte auch bei seiner Ausbildung zum Indus­triekaufmann so bleiben, an seine Zeit bei den Deutschen Linoleum-Werken in Delmenhorst denkt er gerne zurück.

Dabei hatte er auch das Glück des Tüchtigen, denn von 180 Bewerbern bekam Markus Gorski diese eine Ausbildungsstelle. Da nach dem Ende der Ausbildung keine Stelle frei war, musste er seine Sachen packen. „Da sind auch Tränen geflossen“, gibt Markus zu. Nur einige Tage später teilte man ihm mit, dass gerade eine Stelle freigeworden sei. Er wurde so etwas wie der „Mann für alle Fälle“ und war bei der DLW in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt als Leiter der Produktionsplanung. Seine Eltern gaben 1997 ihren Betrieb auf und Markus Gorski musste sich entscheiden. Er übernahm den Betrieb und verlegte den Firmensitz von Delmenhorst ins Gewerbegebiet Hoykenkamp. Der Firmenname „GORSKITORE & GARAGEN“ ist Programm – und das sehr erfolgreich. Seinen Schritt hat Markus nie bereut, obwohl die DLW für ihn immer eine Herzensangelegenheit war.

Fast wäre ihm nach der Ausbildung noch die Bundeswehr dazwischen gekommen. Wegen eines Knieleidens wurde er zurückgestellt. Um dann nicht doch zum Wehrdienst zu müssen, machte er Dienst bei den Maltesern in Delmenhorst. Da es ihm hier etwas langweilig war, ging er zu den Maltesern in Wildeshausen und war dort ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig. Markus verbrachte auch viel Freizeit dort. „Das war ein schöner Treffpunkt, auch außerhalb der Dienstzeit.“

Eines Tages brachte seine Kollegin Wiebke ihre Freundin Constanze mit und vom ersten Moment an war Markus von ihr angetan. „Auf dem Gildefest 1994 war dann Zugriff“, erzählt Markus lächelnd. Seit dieser Zeit sind beide zusammen und seit 15 Jahren ein Ehepaar. Wie könnte es anders sein – die Hochzeit wurde in Wildeshausen gefeiert. Die Söhne Leander (12) und Peer (8) machen das Glück perfekt.

Als Markus in Wildeshausen zum ersten Mal vom Gildefest gehört hatte, dachte er nur: „So viel Gerede um ein kleines Schützenfest.“ Sehr schnell wurde er eines Besseren belehrt. Zusammen mit einigen Kollegen gründete er 1992 den Malteser-Gilde-Club. Fast alle sind bei jedem Gildefest mit dabei. Mitarbeiter und Kunden wissen: Am Pfingstdienstag ist der Chef nicht erreichbar, denn dann wird ein „kleines Schützenfest“ gefeiert. Nur in diesem Jahr nicht.

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