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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Im Einsatz für Mitmenschen

22.12.2018

Weihnachten ist ein Familienfest. Doch manche Menschen verbringen den 24. Dezember allein und werden sich besonders zu Weihnachten ihrer Einsamkeit schmerzhaft bewusst. Seit 2015 heißt es bei der Bürgerstiftung Ganderkesee: „Heiligabend nicht allein“. „Wir möchten, dass Menschen den Heiligabend in Gemeinschaft und in einer festlichen Atmosphäre im Kulturhaus Müller feiern können“, so Dr. Barbara Thomé (58), eine der Initiatoren. Unterstützt wird sie unter anderem auch von ihrem Ehemann Jürgen Schade-Thomé.

Barbara Thomé ist seit vielen Jahren in Ganderkesee als Kinderärztin tätig. Und wo aufgewachsen? Da bekomme ich keine eindeutige Antwort. „Beruflich bedingt sind wir viel umgezogen, bis wir in Süddeutschland in der Nähe vom Bodensee sesshaft geworden sind.“ Für die kleine Barbara waren die Umzüge kein Problem. Wo immer sie auch war, schnell hatte sie neue Freundschaften geschlossen und zusätzlich versuchte sie die alten Freundschaften zu pflegen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eine ihrer Schulfreundinnen ist jetzt in Kanada und besucht einmal im Jahr ihre Familie am Bodensee. „Dann fahre auch ich dorthin, um mich mit ihr zu treffen“, erzählt Barbara Thomé. Freundschaften gehen ihr schon immer über alles und dafür ist ihr kein Weg zu weit. Ihre Freunde wissen, auch in weniger guten Zeiten kann man sich auf eine verlassen – und das ist Barbara Thomé. Schon in jungen Jahren war es für sie eine Selbstverständlichkeit, dass sie zum Beispiel kranke Freunde regelmäßig besuchte. Mit Freunden zusammen zu sein, etwas Schöneres gab und gibt es nicht.

Barbara Thomés Mutter war in jungen Jahren eine erfolgreiche Pianistin und sie wollte ihre Leidenschaft für das Klavier an ihre Tochter weitergeben. „Ich habe bis zum Abitur durchgehalten“, sagt Barbara Thomé und lächelt. Gerne wäre sie Stewardess geworden. „Hier hätte ich immer Kontakt mit vielen Menschen gehabt, aber leider war ich zu groß und passte somit nicht ins Anforderungsprofil.“ Nach dem Abitur studierte sie zunächst Psychologie und arbeitete während dieser Zeit auch in einem Krankenhaus. Das gefiel ihr so gut, dass sie nach dem Abschluss gleich mit dem Medizinstudium weitermachte. Währenddessen verbrachte sie auch einige Zeit im Ausland. „Das war schon toll, Menschen aus anderen Nationen kennenzulernen.“

Um ihr Studium zu finanzieren, verdiente sich Barbara Thomé unter anderem mit Babysitten etwas dazu und irgendwann machte es „Klick“ und ihr war klar: „Ich möchte Kinderärztin werden.“ Nach dem Studium folgten Fortbildungen in Kinderheilkunde. Eine Studienkollegin stammt aus Norddeutschland und schwärmte von dieser Region. Da entschied sich Barbara Thomé ebenfalls für Norddeutschland und trat als Teilhaberin in die Gemeinschaftspraxis bei Dr. Senner ein, das war im August 1993. „Es war für mich ein großes Glück, dass ich diesen Beruf ausüben kann und das im schönen Ort Ganderkesee“, schwärmt Barbara Thomé auch heute, nach 25 Jahren, noch.

So erinnert sie sich an viele schöne Momente zum Beispiel, als ein Junge ihr einmal einen Luftballon gab und meinte: „Oma pusten!“ „Dass er mich Oma nannte, hat mich kurzzeitig sprachlos gemacht, denn ich war zu dem Zeitpunkt 43 Jahre jung“, sagt Barbara Thomé schmunzelnd. Dass die Zeit vergeht, merke sie immer dann, wenn ehemalige Patienten jetzt mit ihren eigenen Kindern kommen. „Natürlich erlebe ich auch traurige Momente, wenn zum Beispiel ein Kind unheilbar krank ist. Dann begleite ich das Kind und auch dessen Eltern bis zum Schluss.“

Ehrenamtlich engagiert sich Barbara Thomé für Kinder im „Initiativkreis für ganzheitliche Therapie wahrnehmungsgestörter Kinder in Ganderkesee“. Hier versuchen Kinderärzte, Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen und Therapeuten für junge Patienten den besten Weg zu finden. Ebenfalls ehrenamtlich engagiert sie sich im Stiftungsrat der Bürgerstiftung Ganderkesee und ist verantwortlich für das beschriebene Projekt „Heiligabend nicht allein“.

In ihrer knappen Freizeit reist sie gerne mit ihrem Ehemann und dann werden meistens Freunde besucht. Ein großes Hobby ist die Fotografie, da werden dann die Freunde abgelichtet. Schon als Kind backte Barbar a Thomé gerne Kuchen und für kurze Zeit war auch Konditorin ein bevorzugter Berufswunsch. Heute backt sie ihr eigenes Brot und auch der Käse im Hause Thomé ist selbstgemacht.

An Heiligabend gibt es für das Ehepaar Thomé und die Gäste im Kulturhaus Müller etwas, das bei vielen Familien Tradition ist: Kartoffelsalat mit Würstchen. Bei diesem geselligen Abend singt jetzt jeder aus voller Überzeugung: „Oh, Du fröhliche“.

Dr. Barbara Thomé,Kinderärztin und Mitglied der Bürgerstiftung Ganderkesee

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