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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

LANDWIRTSCHAFT: Kreativität hilft gegen übertriebene Verbote

09.11.2007

IMMER Dass am Kinderlied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ etwas dran ist, erfuhren FDP-Politiker – darunter der Landtagsabgeordnete Christian Dürr und der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Jan-Christoph Oetjen – von Werner Wachtendorf. Vor allem aber gab der Nebenerwerbs-Landwirt aus Immer den Liberalen Donnerstag mit auf den Weg, dass nicht der Räuber das eigentliche Problem ist, sondern die Vorschriften und Verordnungen – vor allem in Folge der Vogelgrippe.

Aber der Gänsemäster klagte nicht nur über Geflügeldichte, Auflagen und Bürokratie. Wachtendorf berichtete auch von der Kreativität seiner Familie, durch die seiner Ansicht nach übertriebenen Verbote („Dadurch stand die Freilandhaltung vor dem Aus. Die meisten kleinen Mäster haben aufgehört und auch nicht wieder angefangen.“) legal umgangen werden konnten: Durch die Errichtung eines Folientunnels konnte er eine stallnahe Fläche nutzen, obwohl sie in einem Bereich lag, in dem aufgrund der Geflügeldichte keine Freilandhaltung erlaubt war. Einigermaßen zufrieden war Wachtendorf mit der Tatsache, dass aus den fünf verschiedenen Verordnungen zur Geflügelpest jetzt endlich eine geworden sei – auch wenn diese 74 Seiten umfasse.

Hart ins Gericht ging er indes mit der Politik hinsichtlich der ausufernden Förderung von Biogasanlagen, deren Errichtung „das I-Tüpfelchen“ auf der Preiserhöhung bei Getreide sei. „Da wird die Bevölkerung zweimal zur Kasse gebeten. Durch einen höheren Strompreis und höhere Lebensmittelpreise.“ Auch Dürr sprach von „Hysterie bei Politikern, immer wenn vom Klimaschutz die Rede ist“, und Oetjen missbilligte eine „Überförderung“ in diesem Bereich. Selbstverständlich müsse man etwas gegen den Klimawandel tun, und da sei Bioenergie durchaus auch geeignet, betonten beide. Durch das Erneuerbare Energiengesetz mische sich die Politik aber viel zu sehr ein und habe mit einer Festlegung allein auf nachwachsende Rohstoffe einen Fehler

gemacht. „Wir schmeißen so viele hoch-kalorische Rohstoffe einfach weg“, plädierte Dürr auch für die verstärkte Nutzung von „Abfällen“.

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