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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Flüchtlinge: Kreis bestellt kein Zweitgutachten

15.09.2015

Rethorn /Landkreis Der Landkreis Oldenburg will kein eigenes Gutachten zur möglichen Asbest-Belastung des Hauses Cristina in Rethorn in Auftrag geben. Vielmehr sei der Eigentümer der Immobilie, das Berufsförderungswerk Weser-Ems (BFW), in der Pflicht, sagte Kreissprecher Oliver Galeotti am Montag auf NWZ -Anfrage. Sozialdezernent Bodo Bode werde in der kommenden Woche mit BFW-Geschäftsführer Jörg Barlsen über die weitere Vorgehensweise beraten.

In dem derzeit ungenutzten Gebäude am Kurpark in Rethorn möchten Landkreis und Gemeinde Flüchtlinge unterbringen. Der „Koordinierungskreis Haus Cristina“ hat am Sonntag das Gutachten eines Bremerhavener Labors öffentlich gemacht, wonach Asbestfasern (Chrysotil) in der Fassade des Hauses nachgewiesen wurden (die NWZ  berichtete). Gefordert wird eine Schadstoffsanierung, falls der Komplex anderweitig genutzt werde. BFW-Marketingleiter Hartmut Kostens widersprach: „Uns ist nichts von einer Asbestbelastung bekannt!“

Auf energischen Widerspruch traf am Montag auch die Darstellung von Jörn Siefkes, dem Sprecher des Rethorner Arbeitskreises, wonach Gemeinde und „einigen politischen Entscheidungsträgern“ das Ergebnis der Laboruntersuchung seit einiger Zeit bekannt sei. „Das war kein Thema im Kreis der Fraktionsvorsitzenden“, sagte Marion Daniel (FDP). Arnold Hansen (Freie Wähler) sagte: „Ich habe davon aus der Zeitung erfahren.“ Er forderte ein Zweitgutachten. SPD-Fraktionschef Werner Brakmann war nach eigenen Angaben ebenfalls nicht eingeweiht. Er wies darauf hin, dass erst eine Gesundheitsgefährdung bestehe, falls das Baumaterial bearbeitet werde. Die Rethornerin Marion Daniel sagte, sie habe vor einiger Zeit von dem Asbest-Gerücht gehört. An diesem Dienstag will sie im Sozialausschuss des Kreises das Thema zur Sprache bringen. Dort steht die Situation der Flüchtlinge auf der Tagesordnung. Nach NWZ -Informationen tagt am Nachmittag erstmals der vom Landrat einberufene Krisenstab.

Rückenwind bekam die Rethorner Bürgerinitiative vom Ratsherrn Christian Marbach (Fraktion UWG/Marbach). Man müsse den Rethornern „dankbar sein, dass sie diesen (...) Verdacht geprüft und geklärt haben, auch wenn sie eigenmächtig und offensichtlich auch illegal agieren“. Er warnte vor einer Trotzreaktion von Verwaltung und Politik: „Man kann den Bürgern in Rethorn keine Willkommenskultur befehlen.“ An Mittwoch will sich der Verwaltungsausschuss der Gemeinde mit der Situation der Flüchtlinge befassen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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