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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Kulturelle Kompetenz durch die Küche

08.04.2017

Ganderkesee Hobbies, die zwischen beruflicher und sozialer Verpflichtung zum Teil nur wenig Platz finden, sind nicht nur für die Ausgeglichenheit wichtig – sie spielen auch bei der Integration eine wichtige Rolle. Deutschland hat eine eigene Kultur, genau wie auch viele der Herkunftsländer der Geflüchteten eine haben, die sich individuell gestaltet. Und während es notwendig ist, dass Einwanderer die deutsche Kultur nicht nur kennenlernen, sondern sich dieser auch anpassen, trägt es auch zur erfolgreichen Integration bei, wenn Deutsche versuchen, die fremde Kultur kennenzulernen. Genau das versucht der Arbeitskreis Flüchtlinge mit verschiedenen Angeboten zu verwirklichen, an denen Geflüchtete und Deutsche gemeinsam teilnehmen.

Kultureller Austausch findet beim Männerkochkurs für Flüchtlinge auf vielen Ebenen statt. Hier wird nicht nur gemeinsam gekocht, sondern auch alles besprochen, was dazu gehört. Diesmal sollten es Kartoffeln sein: Monika Kurzawski beschreibt zunächst verschiedene Arten von Kartoffeln und wie man diese im Supermarkt unterscheidet. Einkaufen spielt in ihren Ausführungen, die Flüchtlingsberaterin Sandra Baba ins Arabische übersetzt, eine wichtige Rolle. „Im Supermarkt ist Gemüse teuer“, stellt sie fest. Auch wird darauf hingewiesen, wie wichtig die Kartoffel in vielen deutschen Rezepten ist – die Syrer kennen sie bisher als Gemüse in einer Gemüsepfanne, nicht aber als Beilage oder als Hauptgericht. Anschließend werden gemeinsam an mehreren Stationen verschiedene Gänge zubereitet. Gekocht werden hier abwechselnd deutsche und arabische Gerichte und im Anschluss wird gemeinsam gegessen.

Auch in der Nähstube wird kultureller Austausch auf vielen Ebenen umgesetzt. Else Löw und Martina Hülsmann treffen sich zweimal die Woche für jeweils drei Stunden mit mehreren geflüchteten Frauen, um alle möglichen Textilarbeiten anzufertigen. „Die Idee war, den Frauen Gelegenheit zu geben, mal aus dem Haus zu kommen“, erklären die Ehrenamtlichen. Während sie sich eine Auszeit nehmen, lernen die Frauen außerdem eine ganze Menge: Löw und Hülsmann bemühen sich, möglichst viel Deutsch mit allen zu sprechen, und bieten außerdem verschiedene Projekte an, um beispielsweise den Umgang mit einer Nähmaschine zu lernen.

„Inzwischen haben die Frauen eigene Ideen, was sie nähen wollen, und bringen sich auch viel Kleidung zum Ändern selbst mit“, stellt Martina Hülsmann fest. Neben einer relativ festen Kerngruppe kommen einige Frauen nur manchmal, einige sehr selten. Es ist mittlerweile ein offenes Treffen geworden, bei dem die Frauen auch gerne mal bei einer Tasse Kaffee zusammensitzen, und sich austauschen. „Wie das bei Frauen so üblich ist“, lachen Hülsmann und Löw.

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