Schierbrok - Ein neuer und zugleich alter Vorschlag steht im Raum, um den Schulweg im Bereich der Grundschule Schierbrok sicherer zu machen: „Schülerlotsen“ könnten die Kinder über die Bahnhofstraße bringen. Eine Ampel jedenfalls könne nicht angeordnet werden, sagte Fachdienstleiter Michael Kleinert bei der jüngsten Sitzung des Straßen- und Verkehrsausschusses.
Anlass für die Diskussion war ein Antrag der FDP-Fraktion auf eine Lichtzeichenanlage. Die Kreuzung, so begründete Fraktionschefin Marion Daniel den Vorstoß, sei „eine wirklich üble Ecke“. Für Kinder, die hier die Bahnhofstraße überqueren möchten, sei die Sicht eingeschränkt – unter anderem durch parkende Autos.
Für die Installation einer Ampel allerdings würden die geforderten Mindestwerte nicht ausreichen, sagte Kleinert. Er berief sich dabei auf drei Zählungen im Mai beziehungsweise Juni. Die Anzahl der Kraftfahrzeuge auf der Bahnhofstraße habe „in keinem Fall“ die für eine Ampel geforderten Mindestwerte erreicht, die Zahl der querenden Fußgänger nur in einer Spitzenstunde. Kleinert empfahl, über die Verkehrswacht Schülerlotsen ausbilden zu lassen. Denkbar sei auch, dass sich Kinder nach dem Modell des „Schulexpress“ treffen und dann von Erwachsenen zur Schule begleitet werden.
