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Ndr: Rot-weißer Gitter-Gigant hat Höhe fast erreicht

25.06.2016

Steinkimmen Voll im Zeitplan liegt der Norddeutsche Rundfunk beim Bau seines neuen Sendemastes in Steinkimmen: 35 Meter fehlen noch, dann hat der rot-weiße Gitter-Gigant seine Höhe von 285 Metern erreicht. Für Freitag, 29. Juli, sei das Richtfest angesetzt, sagte Horst-Dieter Meyer, Abteilungsleiter Sendetechnik beim NDR, am Freitagnachmittag.

Zusammen mit Sendetechnik-Ingenieur André Hekhuis, der die Bauarbeiten koordiniert, informierte Meyer Mitglieder der Ganderkeseer SPD-Ratsfraktion über das 5,6-Millionen-Euro-Projekt, das nach seinen Angaben den NDR-Standort Steinkimmen „für die nächsten Jahrzehnte sichert“. SPD-Fraktionschef Werner Brakmann sowie die Ratsherren Rolf Oetken, Dieter Strodthoff und Marcel Dönike zeigten sich beeindruckt von den besonderen Herausforderungen, die seit dem Baubeginn am 4. April zu meistern waren. Nachdem die ersten 80 Mast-Meter noch mit Hilfe eines Krans aufgestellt werden konnten, mussten danach die einzelnen Gittersegmente mit einem Ladebaum, der sich Stück für Stück am Gerüst hochschob, nach oben gezogen werden. Zwölf Winden sind ständig in Betrieb: Teils befinden sie sich an den mächtigen Fundamenten, von denen die schweren Abspannseile zum Mast hinaufführen – von drei Seiten aus in vier verschiedene Höhen. Andere Winden und Seile stellen sicher, dass Mensch und Material nicht ans Bauwerk schlagen, oder bewegen den Ladebaum.

Nach dem Richtfest werde der neue Antennenträger Schritt für Schritt in Betrieb genommen, erklärte Horst-Dieter Meyer. Zunächst würden TV-Antennen für 15 öffentlich-rechtliche Programme angebracht – „alle in HD“, wie der Abteilungsleiter betonte. Er geht davon aus, dass noch in diesem Jahr der Sendebetrieb über den neuen Mast beginnen kann, spätestens aber bis zum 29. März 2017, denn ab dann sei der neue DVB-T2–Standard vorgeschrieben.

Und was geschieht mit dem alten Mast, der keine 40 Meter entfernt steht, seit 60 Jahren treue Sende-Dienste leistet, mit 305 Metern noch ein bisschen größer als der neue ist und bei Generationen von Landkreis-Bewohnern als „Fernsehturm“ bekannt und beliebt ist? Er wird abgebaut – „aber damit haben wir keine Eile“, versicherte Horst-Dieter Meyer. Ein sechs bis neun Meter hoher Stumpf soll aber stehen bleiben – zur Erinnerung an das einst höchste Bauwerk Deutschlands.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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