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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Schnack Am Wochenende: Ein Könner in der Küche

14.12.2019

Der Countdown für das Weihnachtsfest läuft – auch bei Christian Strackerjan. Dabei steht für den 42-Jährigen das eigene Weihnachtsfest mit der Familie zunächst noch an zweiter Stelle. In der kommenden Woche beginnen für Christian und sein Team die Vorbereitungen, damit sie am 24. Dezember vielen Familien das Weihnachtsmenü in Form einer gefüllten Weihnachtsgans samt Beilagen ins Haus liefern können.

Solche Herausforderungen ist Christian Strackerjan gewohnt, denn die hat er schon als Kind mitbekommen. Christian ist bereits die fünfte Generation im „Vielstedter Bauernhaus“. Als kleiner Junge hat er gern seinem Vater Wilfried im Garten oder im Wald beim Holzsägen geholfen. Und wie fast alle Jungen vom war er „heiß“ darauf, Trecker zu fahren. Sein Vater kaufte einen alten Lanz Bulldog und Christian besorgte die Originalunterlagen aus Berlin, damit er den alten Ackerschlepper detailgetreu renovieren konnte. Große Unterstützung erhielt er dabei von den „Frünn van de ole Landmaschin’ Vielstedt“.

Je älter Christian wurde, desto mehr half er seinen Eltern in der Gastronomie. Mit Vorliebe zapfte er Bier. Ein weiteres Hobby war sein Computer. So wurde die Gestaltung der Speisekarten dem jungen Christian überlassen. Technik war ohnehin sein Steckenpferd. Sein erstes Schulpraktikum absolvierte er bei Elektro Voigt in Hude. Damit aber aus einem hoffnungsvollen Gastronomen kein Elektriker wird, wählte er er für das zweite Schulpraktikum dann doch ein Hotel in Oldenburg.

Nach dem Realschulabschluss folgte eine Ausbildung zum Koch im „Hotel zur Post“ in Bremen. „Das tat schon manchmal weh, wenn Freunde lange feiern konnten und ich ins Bett musste, weil ich um 5.30 Uhr Frühdienst hatte“, erinnert sich Christian. Es gab auch Wochenenden, an denen sein Bett unberührt blieb. Fuhr er dann nach der Arbeit mit dem Zug von Bremen nach Hause, kam es vor, dass er den Halt in Hude verpasste und erst in Oldenburg wieder aufwachte.

Um nach der Ausbildung berufliche Erfahrung zu sammeln, bewarb sich Christian beim „Steigenberger Europäischer Hof“ in Baden-Baden. „Die ersten Tage hatte ich schon Heimweh“, gibt er zu. Für Abwechslung sorgte aber gleich an seinem ersten Arbeitstag der 60. Geburtstag von Dieter Thomas Heck. Dabei reichte er vielen prominenten Gästen am Büfett das Essen.

Nach dieser sehr guten gastronomischen Adresse in Baden-Baden wurde es für Christian etwas rustikaler, denn die Bundeswehr wollte auf den Meisterkoch nicht verzichten: Vom First-Class- Haus ging es zur Feldküche. Jedoch: „Auch diese neun Monate haben mir sehr gut gefallen.“

Nächste Station war die „Villa Verde“ am Bremer Weserstadion, wo auch einige Spieler des SV Werder in den Genuss seiner Kochkunst kamen. 2001 machte sich Christian dann als Koch selbstständig und wurde für Events mit großen Caterings gebucht. So zum Beispiel in der „Alten Oper“ in Frankfurt oder im Olympiastadion in München. In ganz besonderer Erinnerung ist ihm eine Automobilausstellung geblieben: Nach der Zubereitung der Speisen, musste der Ferrari von Michael Schumacher neu poliert werden, weil sich durch den Dampf eine leichte Schicht auf den Lack gelegt hatte.

Da im elterlichen Betrieb in Vielstedt das Personal knapp wurde, kehrte Christian 2003 im Alter von 25 Jahren zurück. In gleichen Jahr produzierte er zusammen mit Siegfried Smid, einem ehemaligen Kollegen vom „Steigenberger“, die größte Schwarzwälder Kirschtorte mit einer Größe von 36 Quadratmetern und einem Gewicht von 2,5 Tonnen – das bedeutete Weltrekord. Inzwischen wurde dieser aber überboten. Nicht überboten wurde bisher hingegen die längste Pinkelwurst der Welt, die Christian 2007 zusammen mit Rolf Bley organisierte. Diese Pinkel hatte eine Länge von sieben Kilometern!

Küchenmeister Christian Strackerjan versucht seinen Gästen immer etwas zu bieten. Legendär sind zum Beispiel die „Bayrischen Wochen“ im Vielstedter Bauernhaus. Länger als das eigentliche Original, das Oktoberfest in München, dreht sich von September bis November bei Christian alles um Haxen und andere bayrische Spezialitäten. „Alles das wäre ohne meine Yvonne nicht möglich“, gesteht er.

Dabei war es schon ein Zufall, dass er die Ganderkeseerin kennenlernte: „2008 hatten wir für die Kohlfahrten zu wenig Personal. Eine Bekannte gab mir den Tipp, doch einmal bei Yvonne Stubbemann anzurufen, die würde eventuell aushelfen.“ Aus einem Termin wurden mehrere und mit der Zeit verstanden sich beide so gut, dass sie ein Paar wurden. Zusammen mit ihren Jungs Jayson und Enrico wohnt die Familie in Ganderkesee und genießt besonders die wenigen freien Tage zusammen. Auch privat kocht Christian für seine Familie und dann auch gerne Eintopf. „Nur ein Koch kann eine Frau glücklich machen“, lächelt er.

Dirk Wieting spricht mit Christian Strackerjan

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