SCHöNEMOOR - SCHÖNEMOOR - Bereits vor zwei Wochen hat ein Sturm das Buswartehäuschen in Schiffstede (bei der Gaststätte Bücking) umgeweht. Seitdem ist nichts passiert – noch immer liegt das umgestürzte Holzhäuschen mit eingedelltem Blechdach auf dem Boden. „Die Reparatur ist gar kein großer Aufwand“, ärgert sich Harm Ehlers. Den Vorsitzenden des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor haben viele Anwohner aus Mönchhof und Schiffstede deswegen angerufen.
„Am meisten ärgert mich aber das Hin und Her zwischen Gemeinde und Landkreis“, sagt Harm Ehlers. Bereits zwei Tage nach dem Sturm telefonierte der Ortsvereinsvorsitzende wegen des umgestürzten Buswartehäuschens mit der Straßenmeisterei in Urneburg. Die Mitarbeiter dort erklärten ihm, sie seien nicht zuständig – der Bauhof der Gemeinde Ganderkesee sei die richtige Adresse.
Also wandte sich Ehlers an den Leiter des Bauhofs, Dietrich Fischbeck, der „die Sache prüfen und in Augenschein“ nehmen wollte. Doch in den nächsten Tagen passierte nichts. Auf eine weitere Nachfrage per e-mail bekam Ehlers dann die Auskunft, dass er sich an Maik Gnädig vom Fachdienst Verkehr und Infrastruktur im Rathaus wenden solle. „Der sagte mir dann, dass die Zuständigkeit nun wohl doch beim Landkreis liege“, berichtet Ehlers.
Dort trug Ehlers sein Anliegen bei Oliver Zilski von der Stabsstelle Struktur und Schule vor, „der sich sofort um diese Angelegenheit kümmern wollte“, so Ehlers. „Ich dachte, die Sache wäre damit erledigt und in ein paar Tagen steht das Bushäuschen wieder da, wo es hingehört.“
Doch wieder passierte nichts. Auf seine erneute Nachfrage erfuhr Ehlers, dass noch nicht geklärt sei, ob Gemeinde oder Landkreis zuständig seien. Unterdessen nahmen die Anrufe der Anwohner bei dem Vereinsvorsitzenden täglich zu.
„Spätestens jetzt platzte mir der Kragen“, sagt Harm Ehlers. „Wenn wir alle so arbeiten würden, dass der eine die Arbeit auf den anderen schiebt und alles erst noch begutachtet werden muss und noch viele Schreiben vom Landkreis zur Gemeinde und umgekehrt gehen – dann Gute Nacht.“ Aber er hofft weiter, dass das Häuschen im Januar wieder aufgestellt wird. „Dort steigen Kinder ein, die jetzt morgens im Regen stehen müssen.“
