Hoykenkamp/Ganderkesee - Raser, Schwerlastverkehr, eine schwer einsehbare Einmündung und ein abrupt endender Rad- und Fußweg – gleich mehrere Gefahrenquellen auf dem Schulweg sorgen dafür, dass sich Corinna Kruse um die Sicherheit ihrer Kinder sorgt.

Familie Kruse lebt an der Straße Auf dem Hohenborn in Hoykenkamp. Von dort aus müssen Viertklässler Mattis (9) und künftig auch Erstklässlerin Jette (6) zur Grundschule Heide. Ein Schulbus fährt ab Haltestelle Sportplatz. „Aber bei gutem Wetter fahren wir lieber mit dem Rad“, sagt Corinna Kruse. Mattis darf bereits allein zur Grundschule radeln, Jette muss bis zum Ende der zweiten Klasse begleitet werden.

Das ist nach Ansicht von Familie Kruse auch dringend nötig. Da wären zum einen die Raser. Seit der Sanierung des Hohenborn werde das Tempolimit von 50 km/h deutlich überschritten – vor allem zu Zeiten des Berufsverkehrs. Hinzu kommt der Schwerlastverkehr der umliegenden Unternehmen.

An zwei Stellen werde der Schulweg von Mattis, Jette und den Nachbarskindern zur echten Gefahr, sagt Corinna Kruse. Die erste: die Einmündung „Am Sportplatz“. „Dort wird völlig missachtet, dass die Radfahrer und Fußgänger sowohl von links als auch von rechts Vorfahrt haben“, so die zweifache Mutter.

Wie ein „Schildbürgerstreich“ mutet aus Sicht der Kruses der abrupt vor dem Bahnübergang endende einseitige Fuß- und Radweg etwas weiter nordöstlich an: Aus Heide kommend müssten die Kinder dort die Straßenseite wechseln, um ihren Weg vorschriftsgemäß fortzusetzen. „Angesichts der Raserei und des erhöhten Verkehrsaufkommens stellt das ein echtes Problem für die Kinder dar“, so Corinna Kruse.

Der Gedanke an einen Schildbürgerstreich kommt auch am Richtweg in Ganderkesee auf. Er wird von vielen Kindern der Grundschule Dürer­straße genutzt. Kurz hinter der Einmündung auf die Grüppenbührener Straße wird der Fußweg aufgrund der dort eingezogenen Parkbuchten so schmal, dass weder Radfahrer noch Fußgänger weiterkommen. „Die Kinder fahren alle auf der Straße“, sagt Rike Hollmann, deren Sohn Geiko (8) den Weg ab dem neuen Schuljahr täglich mit dem Fahrrad nutzen wird.

Die Ganderkeseerin hofft, dass die Gefahr bis zur Einschulung von Tochter Elske (3) gebannt ist. Die einfachste Lösung aus ihrer Sicht: „Den Fußweg gegenüber verbreitern und als Fuß- und Radweg für beide Richtungen öffnen.“

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee