Ganderkesee - Viele alte Menschen haben den Wunsch, so lange wie möglich unabhängig und vor allem in den eigenen vier Wänden leben zu können. Um ihn zu erfüllen, fehlt es oft weniger an professioneller Hilfe, als vielmehr an Unterstützung im Alltag. Seit 2011 versucht das Freiwilligen-Forum „Mach mit“ die Lücke zu schließen. Christa Wachtendorf vermittelt im Rathaus zwischen Hilfesuchenden und ehrenamtlichen Seniorenbegleitern.
Aktuell seien 20 Begleiterinnen und Begleiter sowie sechs, ebenfalls ehrenamtlich tätige, Wohnberater im Einsatz, berichtet Christa Wachtendorf. Die treffen sich alle zwei Monate im Schwimmerheim am Heideweg, um sich auszutauschen und fortzubilden – so auch am Mittwoch wieder.
Diesmal stand ein Vortrag von Haik Westendorf an, die den in Ganderkesee ansässigen Palliativstützpunkt Landkreis Oldenburg & Delmenhorst vorstellte. Sie ging dabei auf die Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen am Lebensende ein und stellte auch das Netzwerk von Kooperationspartnern dar, die alle gemeinsam zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität der betreuten Personen beitragen. Unter
„Ich sehe die Seniorenbegleiter als Multiplikatoren“, so Christa Wachtendorf. Es sei sinnvoll, sie über Unterstützungsmöglichkeiten aufzuklären. Aktuell werden im Gemeindegebiet 20 bis 30 Senioren von Ehrenamtlichen aus dem Seniorenbegleiter-Team unterstützt. Letztere können für ihren Einsatz bis zu 5 Euro pro Stunde veranschlagen. Zunehmend verzeichnet Christa Wachtendorf in jüngerer Zeit Anfragen von Angehörigen, die sich eine pflegerische Begleitung wünschen, um selbst stundenweise entlastet zu werden. Dabei gehe es etwa darum, Senioren zwischendurch in den Rollstuhl umzusetzen und ähnliches.
Nicht allen Anfragen kann Christa Wachtendorf immer sofort entsprechen. „Das liegt daran, dass sich Begleitungen oft über sehr lange Zeit erstrecken“, manchmal sogar nach dem Umzug ins Seniorenheim noch andauern. „Es entstehen ja Freundschaften“, so die Gemeindemitarbeiterin.
Zu erreichen ist Christa Wachtendorf unter
