Ganderkesee - In Zeiten des Internets stehen viele Einzelhändler vor einem Problem. Zwar kommen immer noch zahlreiche Kunden in ihre Läden, probieren Klamotten, Schuhe oder andere Produkte aus – kaufen diese Sachen dann allerdings anschließend im Internet, wo die Waren vermeintlich billiger zu finden sind. Bei der Gemeinde Ganderkesee verkehrt sich dieser Trend jedoch ins Gegenteil. „Wir haben den Eindruck, dass sich die Kunden bei uns im Online-Souvenir-Shop inspirieren lassen, die Artikel dann aber im Bürgerbüro kaufen“, stellt Hauke Gruhn, bei der Gemeinde zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, fest.
Rückblick: Im Februar vergangenen Jahres eröffnete die Gemeinde auf ihrer Homepage (www.gemeindeganderkesee.de) ihren neuen Online-Shop. Zuvor hatte die Auszubildende der Gemeinde Kim-Carolin Krusche ein entsprechendes Konzept entwickelt, wie die Andenken aus Ganderkesee auch per Internet vermarktet werden können (die NWZ berichtete).
„Die direkten Bestellungen über unsere Homepage sind recht überschaubar“, sagt Gruhn. Insgesamt sechs Bestellungen habe es seit der Freischaltung des Online-Shops gegeben. Ein Trend, welche Produkte dabei besonderes beliebt sind, ließe sich aufgrund der geringen Bestellzahlen nicht feststellen.
Anders verhalte es sich hingegen bei den direkt im Bürgeramt verkauften Andenken. Flaggen, DVDs oder auch Ansteckpins würden sich gut verkaufen. „Hier werden insbesondere viele Artikel nachgefragt, wenn wir Besuch aus unserer Partnergemeinde Château-du-Loir bekommen, oder aber wenn von hier Bürger nach Frankreich fahren“, berichtet Gruhn. Sehr gut seien auch Schlüsselanhänger, T-Shirts und Babystrampler mit „Junge Ganter“-Motiven und -Schriftzügen während der im vergangenen Jahr erstmals veranstalteten Themenwoche für Kinder und Jugendliche verkauft worden. „Damals mussten wir nachbestellen“, erinnert sich Gruhn an die große Nachfrage.
Durchweg zufriedenstellend seien auch die Reaktionen auf das Sommerquiz der Gemeinde im Sozialen Netzwerk Facebook. An die Gewinner waren Preise aus dem Souvenirshop verschickt worden. „Wir haben hier sehr viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Gruhn.
