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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Ortsentwicklung: SPD fordert kleine und bezahlbare Wohnungen

07.01.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T09:18:55Z

Ortsentwicklung:
SPD fordert kleine und bezahlbare Wohnungen

Ganderkesee „Bezahlbarer Wohnraum für ältere Menschen und für Singles fehlt in der Gemeinde Ganderkesee.“ Das sagt SPD-Ratsherr Dieter Strodthoff. Die Idee von Makler Eckhard Eichhorn und Lebenshilfe-Geschäftsführer Erwin Drefs, ein inklusives Wohnbauprojekt in Ganderkesee im Teilbereich einer 2,2 Hektar großen Fläche zwischen Bergedorfer Straße und Bahntrasse anzustoßen, erhalte Zuspruch in der Fraktion. „Wir stehen hinter dem Projekt“, reagierte Strodt­hoff auf den NWZ -Bericht. Und Christel Zießler (SPD) ergänzte: „Die Fläche bietet sich geradezu an. Der Bedarf ist da!“

Wohnberechtigungsschein

Für den Bezug einer mit öffentlichen Mitteln geförderten Wohnung wird ein so genannter Wohnberechtigungsschein benötigt. Die Erteilung dieses Scheines richtet sich nach Paragraf 8 Niedersächsisches Wohnraumfördergesetz (NWoFG). Danach dürfen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.

Auskünfte in Sachen Wohnberechtigungsschein erteilt die Gemeinde unter Telefon   04222/44-505.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte die SPD-Ratsfraktion auf eine Studie des renommierten Pestel-Instituts hingewiesen, wonach in Deutschland in den kommenden Jahren rund 2,5 Millionen zusätzliche kleine, barrierefreie Wohnungen fehlen. Heruntergerechnet auf Ganderkesee bedeutet dies, hier würden 1000 Wohnungen benötigt. Zudem wies die SPD darauf hin, dass in der Gemeinde Ganderkesee Sozialwohnungen fehlen. Viele ältere Menschen mit niedrigen Einkommen würden davor zurückschrecken, einen Wohnberechtigungsschein zu beantragen, vermutet Strodt­hoff. Dabei hätten vor allem ältere Frauen zugunsten der Erziehung der Kinder auf eine Karriere im Beruf verzichtet.

Mit der Frage, wie sich der gestiegene Bedarf an kleinen, bezahlbaren Wohnungen für Singles und ältere Menschen decken lässt, befasst sich auch ein Arbeitskreis aus Politik und Verwaltung, der sich im vergangenen Jahr konstituiert hat. Das Gremium werde sich auch mit der Frage befassen, wie in Gebieten ohne rechtskräftigen Bebauungsplan zu verfahren ist, erklärte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung. Der Arbeitskreis setze sich Mitte Januar erneut zusammen.

Die SPD regt an, die Gemeinde solle entsprechend ihrer Möglichkeiten Siedlungsgesellschaften unterstützen. „Vielleicht können wir einmal einen Vertreter der GSG Oldenburg oder anderer Firmen in den Fachausschuss einladen“, meint Strodthoff. Die Attraktivität der Gemeinde hänge auch vom Zugang zu bezahlbarem Wohnraum ab. Mehrgeschossige Mietwohnungen sollten barrierefrei sein – also in jedem Fall auch einen Fahrstuhl bekommen.