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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Spielzeugwaffen nicht so spaßig

23.02.2017

Ganderkesee Die größte Sorge ist das Wetter – aber das sehen die Faschings-Verantwortlichen erstmal gelassen: „Wenn der Umzug startet, wird es aufgehört haben zu regnen“, wusste Hennig Adler, Vizepräsident der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV), schon am Dienstagabend nach dem Blick auf seine Wetter-App. Selbst die Orkanwarnungen für diesen Donnerstag bringen die Umzugsleitung nicht aus der Ruhe: Bis Sonnabend habe sich der Sturm wohl gelegt. Und außerdem, so GGV-Sprecher Timo Vetter: „Wir können Wetter!“

Wenig Aufhebens macht die GGV auch um die andere Ungewissheit, mit der Organisatoren von Massenveranstaltungen sich beschäftigen müssen, seit der internationale Terrorismus in Deutschland angekommen ist: Für die Sicherheit beim Fasching um den Ring sei alles Notwendige getan, hieß es beim Pressegespräch am Dienstag. Die Polizei wird, wie berichtet, sehr präsent sein, Beamte tragen offen ihre Maschinenpistolen. Umzugsteilnehmer und Besucher dürften davon aber wenig mitbekommen, erwarten die Veranstalter.

Scherben bringen kein Glück

93 grüne Mülltonnen stellt die GGV entlang der Umzugsstrecke auf. Darin können Besucher ihre Glasflaschen entsorgen. Am liebsten wäre den Verantwortlichen aber, es würden gar nicht erst Getränke in Flaschen mitgebracht zum Fasching.

„Glasfrei um den Ring“ heißt die Aktion, mit der die GGV das alljährliche Scherbenmeer beim Fasching, das zu zahlreichen Verletzungen führt, eindämmen will. Im vergangenen Jahr wurden aus den Sammeltonnen fünf Kubikmeter Glas und Scherben entsorgt.

Der Handel macht mit: Famila, Inkoop, der Getränkemarkt „Hol ab“ und die Shell-Tankstelle stellen ihre Getränke-Sortimente zum Umzug auf Kunststoffbehälter um.

Allerdings sollte niemand durch unbesonnenes Handeln Verwicklungen heraufbeschwören, appelliert Timo Vetter: Spielzeugwaffen, die möglicherweise Teil der Verkleidung sind, sollten gar nicht erst gezeigt werden, am besten sei, ganz darauf zu verzichten, ebenso wie auf „militärisch anmutende Kleidung“. Und sperrige Gegenstände, die zum Kostüm gehören, wie Holzschwerter oder Kunststoff-Gegenstände, die zu Verletzungen führen können, werden spätestens beim Einlass ins Festzelt konfisziert.

Im Übrigen vertraut die GGV auf ihren seit Jahren eingesetzten Sicherheitsdienst „elko & Werder“. Der habe sich bewährt, meint Henning Adler. In diesem Jahr könnten sich die Ordner auch ganz auf Ganderkesee konzentrieren, da Werder Bremen nicht zeitgleich ein Heimspiel hat.

Gut vorbereitet auf den Fasching um den Ring sieht sich auch das Deutsche Rote Kreuz, dessen ehrenamtliche Helfer wieder den Sanitätsdienst sicherstellen. Zehn Fußgruppen mit drei bis vier Mann sind im und neben dem Umzug unterwegs, dazu werden zwei Teams auf Fahrrädern eingesetzt, die in Notfällen schneller vor Ort sein können. Neben der Strecke stehen zehn Rettungsfahrzeuge und zwei Notarztwagen bereit.

Sein Rettungszentrum richtet das DRK diesmal wieder in den Delme-Werkstätten an der Pestalozzi-Straße ein: Von dort sei vor allem der Festplatz besser zu erreichen als im Vorjahr von der Urneburger Straße aus. Eine mobile Behandlungsstelle bleibt aber an der Urneburger Straße – wegen des nahen Famila-Parkplatzes, auf dem es erfahrungsgemäß besonders oft zu Schnittverletzungen kommt.

Hergen Schelling
Agentur Schelling (Leitung)
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2741

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