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Nwz-Serie Statt Umzug lieber täglich pendeln

Lina Bande

Sethe - Während manch anderer kaum erwarten kann, nach der Schule zuhause auszuziehen und das Großstadtleben zu genießen, käme das für Menke Kubitza überhaupt nicht infrage: „Im Moment will ich hier gar nicht weg – und in die Stadt würde ich auf gar keinen Fall ziehen!“, sagt er lachend.

Menke ist 22 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern auf einem Bauernhof an der Wildeshauser Landstraße – das sagt zumindest die Adresse. „Aber unsere Einfahrt ist so lang, da hören wir hier nicht einmal die Autos von der Bundesstraße“, sagt Menke. Umgeben von Feldern und Wiesen betreibt die Familie den Hof im Nebenerwerb: ein paar Schweine und Schafe, ein paar Wiesen gehören dazu. Menke selbst ist gelernter Landwirt, arbeitet nur ein paar hundert Meter weiter auf dem Hof Witte. „Da hab ich früher schon mitgeholfen, da passte das gut“, erzählt er. Den eigenen Hof wieder zum Vollerwerb auszubauen, würde sich derweil gar nicht lohnen – allein schon wegen der ganzen Vorschriften.

Pendeln statt Umzug

Auch wenn Menke im Sommer in Cloppenburg seine Fachschulausbildung zum Betriebswirt beginnt, wird er in Sethe bleiben. „Ich fahr dann lieber hin und her, ich hab hier ja immer viel zu tun“, meint er grinsend. Und wenn er gerade mal nicht arbeitet, ist Menke beim Feuerwehrdienst. Oder beim Übungsschießen. Oder er genießt die Ruhe im eigenen Garten. „Das finde ich so toll hier: Die ganze Landschaft drumherum, die Ruhe, und die tolle Gemeinschaft in den Dörfern.“

Als Wohnort gibt Menke zwar immer Sethe an, Havekost und Hengsterholz gehören für ihn aber genau so dazu, nicht nur wegen der Feuerwehr oder des Schützenvereins. „Wir haben hier gemeinsam so viele Veranstaltungen, zum Beispiel das Osterfeuer und den Grillabend“, zählt er auf. Und wenn dann doch mal etwas fehlt, dann sei Ganderkesee ja nicht weit. Auch zur Schule fuhr er meistens mit dem Fahrrad.

Verbindung nach Immer

Nur junge Leute, die gibt es in den drei Bauerschaften kaum. „Ein paar in meinem Alter sind hier zwar, aber wir haben auch eine sehr gute Verbindung nach Immer und Bürstel“, sagt Menke. „Die Dörfer liegen ja alle dicht zusammen, da gehören wir dann einfach da dazu.“ Und mit den übrigen Mitgliedern des Kegelclubs, dem Menke in Immer angehört, wird dann nicht nur regelmäßig gekegelt, sondern es geht auch auf Kohlfahrt oder an Fasching um den Ring. Da halten die Dörfer zusammen.

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