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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Hebammenmangel und Krisenbewältigung

16.01.2019

Stenum „Gerade habe ich von einer anderen Landfrau gehört, dass ihre Tochter keine Hebamme finden konnte“, berichtete Adda Reinken. Das Thema Hebammenmangel, das die Vertrauensfrau aus Altenesch aus dem Fachausschuss Landwirtschaft und ländlicher Raum mitgebracht hatte, ist auch in der Region aktuell.

In einem kurzen Vortrag umriss Adda Reinken die Problematik: „Die flächendeckende Hebammenversorgung ist nicht mehr gegeben“, sagte sie. Dabei haben Hebammen viele wichtige Aufgaben rund um die Geburt eines Kindes – nicht nur im Krankenhaus, sondern auch bei der ambulanten Betreuung von Frauen. So würden Hebammen die Wochenbett-Betreuung bis zwölf Wochen nach der Geburt übernehmen. Auch Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse sowie Still- und Ernährungsberatung gehörten zu ihren Aufgaben.

Als einen Grund für den Mangel an freiberuflichen Hebammen nannte Adda Reinken die hohen Kosten für die Haftpflichtversicherung, die bei mehr als 7000 Euro im Jahr liegen würden. Die Landfrau berichtete von Maßnahmen, die den Beruf attraktiver machen sollen. Dazu gehöre eine „Akademisierung“ durch die Schaffung dualer Studiengänge. „Deutschland ist neben Litauen und Lettland das einzige Land, das keine akademische Ausbildung für Hebammen hat.“

In einem weiteren Vortrag ging es um die Chancen, die Lebenskrisen bieten können. Autorin und Resilienztrainerin Theresia de Jong gab den Landfrauen mit auf den Weg, dass man nach einer Niederlage nicht so tun sollte, als sei nichts gewesen. Wichtig sei, sich bewusst zu machen, was man gelernt und welche besonderen Fähigkeiten man habe, sagte die 59-Jährige aus Zetel.

Die Vereinsvorsitzende Meike Ahlers blickte auf die Mitgliederversammlung am Dienstag, 12. Februar, voraus. Dann soll es um eine Satzungsänderung gehen. Demnach ist geplant, dass es künftig mehrere gleichberechtigte Vorsitzende gibt. Außerdem wollen außer Meike Ahlers auch andere Vorstandsfrauen ihre Ämter abgeben. Der Verein sei in der glücklichen Situation, dass drei oder vier junge Frauen gewonnen werden konnten, so die Vorsitzende.

Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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