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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Patientenrechte in Praxen, Pflege und Krankenhaus

25.09.2019
Frage: Auf Einladung des Seniorenbeirats der Gemeinde Ganderkesee berichten Sie und Ihr Kollege Axel Günther über die Rechte von Patienten. Das klingt nach einem umfassenden Thema. Können Sie es eingrenzen?
Högermann: Es geht um Rechte in Arztpraxen und im Krankenhaus. Auch zuhause bin ich Patient und habe Rechte. Zum Beispiel weiß nicht jeder, dass ich eine Zweitmeinung einholen kann, wenn ich eine Diagnose bekomme. Außerdem bieten die meisten Krankenkassen die Möglichkeit, dass eine Diagnose erklärt wird. Auch das gehört zu den Patientenrechten.
Frage: Welche Patientenrechte gibt es im Krankenhaus?
Högermann: Zum Beispiel, dass jeder, der dort aufgenommen wird, einen Behandlungsvertrag mit dem Krankenhaus abschließt und Anspruch auf die bestmögliche Versorgung hat. Viele wissen auch nicht, dass ich als Patient Befunde einsehen darf. Dazu gehört außerdem, dass ich vor einer Operation ein Aufklärungsgespräch bekomme, das aussagekräftig ist. Wenn ich den Eindruck habe, dass ich nicht richtig behandelt worden bin, kann ich mich an die Krankenkasse wenden und dort beraten lassen, wie es weitergeht.

Info-Abend im Alten Rathaus

Die Rechte eines Patienten stehen im Mittelpunkt eines Vortrags, zu dem der Seniorenbeirat der Gemeinde für Donnerstag, 26. September, einlädt.

Der Vortragsabend mit Imke Högermann und Axel Günther, Pflegefachkräfte im AOK-Servicezentrum in Delmenhorst, beginnt um 19 Uhr in Raum 5 des Alten Rathauses an der Rathausstraße 24.

Anmeldungen sind erforderlich und werden unter Telefon  0151/70 13 03 27 entgegengenommen.

Frage: Erleben Sie es häufig, dass Patienten zu Ihnen kommen, weil sie sich nicht ausreichend informiert fühlen?
Högermann: Ich höre oft, dass sich ältere Menschen in unserer schnelllebigen Zeit nicht richtig aufgeklärt fühlen. Häufig geht ihnen das Gespräch viel zu schnell. Manchmal ist auch eine Sprachbarriere da.
Frage: Inwiefern hat man auch im eigenen Zuhause Patientenrechte?
Högermann: In der Pflege ist es wichtig, seine Rechte als Patient zu kennen. Wenn ich eine Pflegestufe habe und Pflegegeld bekomme, habe ich auch Anspruch auf andere Leistungen aus der Pflegeversicherung, zum Beispiel, wenn ich einen Umbau der Dusche benötige. Die Pflegeversicherung hat viele andere Leistungen außer Pflegegeld. Es ist wichtig zu wissen, was mir zusteht. Auch dazu bieten wir Beratung an. Doch ich treffe kaum Leute, die eine Beratung in Anspruch genommen haben. Häufig müssen sich Versicherte auch sehr durchsetzen, um Krankengymnastik oder Hilfsmittel verschrieben zu bekommen. Auch da ist es gut, sein Recht zu kennen.
Frage: Was können Patienten in einem solchen Fall denn tun?
Högermann: Wenn ich zum Beispiel eine Reha-Maßnahme beantragt habe und sie wird abgelehnt, muss ich wissen, dass ich auch das Recht habe, zu widersprechen. Wenn ich nicht weiß, dass ich widersprechen kann, verpasse ich vielleicht eine Frist.
Frage: Was geschieht, wenn ich mich selbst nicht mehr um die Wahrung meiner Rechte kümmern kann?
Högermann: Es ist wichtig, dass ich mir alleine oder mit meinen Kindern Gedanken
mache, was ist, wenn. Ich muss jemanden haben, der meine Rechte wahrnimmt, wenn ich das nicht mehr selber kann. Mit einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sollte man für so eine Situation vorsorgen. Wir versuchen rüberzubringen, dass man sich darum kümmern muss, je älter man wird.
Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
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