Ganderkesee - Eine „Welle“ in Richtung Elektromobilität auslösen – das will alljährlich die Rallye „Wave“. Bei der nächsten, sechsten Auflage von Bremerhaven bis in die Schweiz wird die Schule am Habbrügger Weg Unterstützung leisten. Wie, das berichteten das Energieteam der Schule sowie beteiligte Lehrer am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Bei der „Wave“, so erklärte es Norbert Klüh von der Schulleitung, handele es sich „um eine Volksbewegung, die praktischen Umweltschutz anbietet“. Initiiert worden war sie durch den Schweizer Solarpionier Louis Palmer, der 2007/08 mit seinem „Solartaxi“ die Welt umrundete.

Die sechste Rallye wird vom 11. bis 18. Juni stattfinden. „Teams aus der ganzen Welt nehmen teil“, so Klüh. Bedingung: Alle Teilnehmer müssen ihr Elektrofahrzeug mit erneuerbarer Energie laden.

Allerdings werde es nicht um Geschwindigkeitsrekorde gehen. Vielmehr zähle es zu den Aufgaben der einzelnen Teams, Postkarten mit Wünschen von Schülern zu sammeln – so genannte „Klima-Versprechen“, die beitragen sollen, die globale Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu halten.

Hier kommen die Schüler vom Habbrügger Weg ins Spiel. In den vergangenen Tagen machten sie sich daran, selbst Postkarten mit Klima-Versprechen zu gestalten. „Ich pflanze einen Baum“ heißt es da, „Ich dusche, statt ein Bad zu nehmen“ – oder „Ich verbrauche weniger Strom“. Insgesamt 64 Postkarten seien zusammengekommen, allesamt von Jugendlichen der Klassen 6 bis 9 erstellt, berichteten Toni, Chantal, Leon und David vom Energieteam.

Alle Postkarten wurden schließlich zu einem DIN A 0-Poster zusammengestellt und am Donnerstag an Roland Klose übergeben. Der Hintergrund: Klose, der im Landkreis Oldenburg wohnt, wird sich mit einem Renault Zoe an der Rallye beteiligen. Er wird das Poster mitnehmen zur UNO nach Genf. Später dann sollen alle Postkarten bei der UN-Klimakonferenz in Marrakesch (Marokko) übergeben werden.

Für die Schule, so sagte Norbert Klüh, sei die Teilnahme aus zwei Gründen wichtig. Erstens wolle man die Schüler auch in diesem Bereich bilden – und zweitens wolle man zeigen, dass jeder beitragen kann zum gemeinsamen Ziel.

Klose hatte versucht zu erreichen, dass die Route der Wave durch den Landkreis Oldenburg führt. Doch bei einem Gespräch mit der Klimaschutzbeauftragten des Landkreises sei „die Wertigkeit nicht erkannt worden“, bedauerte er.