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NWZonline.de Region

„Ganz im Sinne des Malers Radziwill“

09.10.2013

Wilhelmshaven Sie alle strahlten bei der Einweihung vor Freude darüber, wie gut es dem Maler Buko Königshoff gelungen ist, Franz Radziwills Bild „Die Werft Wilhelmshaven“ aus dem Jahre 1928 auf der nördlichen Stirnseite des Hauses Luisenstraße 25 auf 107 Quadratmeter zu reproduzieren: Der Initiator dieses Fassadengemäldes, WTF-Chef Michael Diers, betrachtet es als „einen schönen Schritt nach vorne“ im Bemühen, Wilhelmshaven künftig mit weiteren Fassadenbilder zu verschönern.

Konstanze Radziwill, die Tochter des 1983 in Wilhelmshaven verstorbenen Malers Franz Radziwill sagte, das Fassadenbild sei „ganz im Sinne des Malers Franz Radziwill“ und eine „äußerst gelungene Reproduktion“. Bei der Übergabe lobte sie die Entscheidung für dieses Bild, das unter drei verschiedenen Radziwill-Bildern zur Auswahl stand. Schließlich stehe das Bild für einen neuen Malstil, „eine besondere Variation der neuen Sachlichkeit mit latenten Momenten des Magischen“.

Dr. Ummo Francksen, Ehrenvorsitzender der Radziwill-Gesellschaft, wertete das Bild als „großartiges Geschenk an Wilhelmshaven“ und Bürgermeister Fritz Langen (CDU), der die Einweihungsfeier nahe dem Bahnübergang Mitscherlichstraße eröffnete, hatte vor allem den Künstler im Blick, der das Wandbild realisiert hat: „Ich denke, das Bild ist ganz hervorragend geworden. Lieber Buko, das hast Du hervorragend hingekriegt.“ Das Bild trage „ganz erheblich zur Verschönerung unserer Stadt bei“.

Möglich gemacht hat das „größte Radziwill-Bild der Welt“ (Langen) der Wilhelmshavener Jens Lemke. Er hat als Eigentümer des Hauses die Fassade für das Bild zur Verfügung gestellt. Die Farben spendete Tom Nietiedt, Chef der Firma Nietiedt. Lemke, der die Realisierung des Bildes, für das Königshoff rund 50 Liter Farbe und 54 Stunden Arbeitszeit gebraucht hat, aus der Nähe verfolgte, zeigte sich von dem Ergebnis „hellauf begeistert. Ich war baff, wie das funktionierte“. Königshoff habe schließlich nur „einen Schmierzettel in der Hand gehabt.“ Und Tom Nietiedt, ebenfalls von der Umsetzung begeistert, hofft, dass die Farben „möglichst lange stabil bleiben“.

Buko Königshoff ließ die vielen Teilnehmer an der Einweihung, darunter zahlreiche Bürger aus der Südstadt, wissen, wie kräfteraubend es gewesen ist, auf dem Gerüst zu malen. Nach jedem Essen habe er das Gefühl gehabt, „immer noch Hunger zu haben“.

Bei der Fertigstellung des Gemäldes an einem Sonnabend besaß Königshoff ein gutes Timing. Da sei er schon um 7 Uhr aufgestanden und habe um 8 Uhr mit den Restarbeiten begonnen. Fertig geworden sei er zwei Stunden vor Ankunft einer Regenfront.

Auch die umstehenden Zuschauer zeigten sich von Radziwills Bild und der Umsetzung durch Königshoff begeistert. Monika Schnieder meinte, „ich finde das Bild toll, auch von den Farben her“. Matthäus Holzinger: „Eine wunderbare Idee und eine tolle Ausführung.“ Doris Harms: „So was müssten wir viel mehr in der Stadt haben.“

Eine Tafel mit Informationen zum Bild ist geplant. Der Vorschlag von Margot Scharnweber, die Tafel in gebührendem Abstand vor dem Bild aufzustellen, fand sofort Anklang. Königshoff, gestern über so viel Lob überglücklich, bereitet sich schon auf die nächste Aufgabe vor: Er soll in Wiefelstede ein 1030 Quadratmeter großes Wandbild mit Blütenmotiven malen.

Auch Diers schwebt Großes vor: „Es werden nach wie vor Hauswände und Sponsoren gesucht“, auch für freie Motive. Eingeladen werden sollen Maler aus aller Welt.

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