Garrel - Lange hat der Heimatverein Garrel nach eigenen Räumlichkeiten gesucht. Als im November 2014 an der Böseler Straße endlich Räume gefunden werden konnten, um die umfassenden Archivmaterialien des Vereins sortiert zu lagern, war die Freude groß. „Damals mussten wir uns immer in einer Gaststätte treffen. Die Sehnsucht nach einem richtige Treffpunkt war groß“, sagt Vorsitzender Günter Buschenlange. Um das aktuelle Büro weiter zu fördern und die Forschung des Vereins zu unterstützen, überreichte die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland dem Vereinsvorsitzenden am Donnerstag einen Scheck in Höhe von 5000 Euro.

„70 Prozent meiner Kundengespräche in Garrel führe ich auf Plattdeutsch. Und genau für den Erhalt der Sprache und für die Gemeinde Garrel setzt sich der Heimatverein ein. Das ist ganz wichtig“, sagte Rainer Herbers, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Garrel. „Unsere Stärke ist die regionale Verbundenheit und darum ist es für uns besonders erfreulich, dass wir für den Ausbau des Archivs die Mittel der VR-Stiftung gewinnen konnten“, fügt sein Vorstandskollege Ludger Ostermann hinzu.

Günther Buschenlange bedankte sich bei den Spendern und betonte noch einmal, dass die Büroräume an der Böseler Straße nicht der letzte Schritt für den Heimatverein darstellen. „Die Geschichte eines Ortes wie Garrel aufrecht zu erhalten, ist enorm wichtig. Und auch hier an der Böseler Straße haben wir noch längst nicht alles, was wir brauchen“, so Buschenlange.

Der Heimatverein möchte im Rahmen der Familienforschung einen neuen PC-Arbeitsplatz mit einem speziellen Stammbaumforschungsprogramm einrichten, damit in dem Büro künftig Workshops mit dem Thema Archivforschung angeboten werden können. Dafür arbeitet der Heimatverein bereits intensiv mit dem genealogischen Fachausschuss des Heimatbundes des Oldenburger Münsterlands zusammen.

Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, unterstrich bei der Spendenübergabe noch einmal den regionalen Bezug der Banken: „Die Mittel aus der Stiftung sind genau für solche regionalen Projekte gedacht. Es steht in unseren Leitlinien, die Kultur in den Orten damit zu fördern.“