Varrelbusch - An 17 Brücken im Landkreis Cloppenburg – fünf im Nordkreis und zwölf im Südkreis – mahnen jetzt auf Initiative des Schutzengelprojekts des Landkreises Cloppenburg große Banner vor allem junge Autofahrer, während der Fahrt die Hände vom Smartphone zu lassen. Über das Projekt informierten nun die Beteiligten in Varrelbusch.
Der Slogan „Lenken – nicht applenken“ hat Bezug zum neuen „Applenkungs-Parcours“, den das Schutzengelprojekt des Landkreises Cloppenburg zur Verkehrsunfallprävention angeschafft hat. Dieser soll auch beim großen Jubiläumsfest – das Schutzengelprojekt wurde vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben – in der Cloppenburger Innenstadt am 17. Juni aufgebaut werden, informierte Projektleiterin Nadine Schepergerdes.
Verkehrssicherheitsberater Achim Wach berichtete über Möglichkeiten, per Telematik oder per App nachzuweisen, dass Fahrer und auch Beifahrer ihre Smartphones während der Fahrt nicht genutzt haben. Dafür schütten Versicherungen sogar Prämien aus. Daten, wie viele Unfälle durch Ablenkungen durch das Smartphone verursacht wurden, hat die Polizeiinspektion Cloppenburg zwar nicht. Allerdings, so Achim Wach, belegten Erfahrungen beim Einsatz an weiterführenden Schulen den Eindruck, dass die Nutzung sehr verbreitet sei. „Das Smartphone hat uns in der Hand, nicht umgekehrt“, meinte Wach.
Wer bei Tempo 50 drei Sekunden auf sein Smartphone schaue, lege 45 Meter „im Blindflug“ zurück, machte Erster Kreisrat Ludger Frische deutlich. Klaus Haberland, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, erinnerte an den hohen Anteil von Unfallopfern im Altern von 18 bis 25 Jahren. „Wenn wir das verringern können, haben wir viel erreicht.“
