GARREL - 16 Teilnehmer aus den DRK- Bereitschaften Garrel, Lindern und Molbergen haben einen 50 Unterrichtsstunden dauernden Sanitätsdienstlehrgang erfolgreich abgeschlossen. Der Lehrgang stand unter der Leitung von Timo Alberding, Christian Lanfermann und dem Arzt André Kobiella.

Erstmals lagen dem Kursus die neuen Richtlinien der Ausbildungs-Prüfungsverordnung für Sanitäter im DRK zu Grunde. Die Sanitäter mussten ihr Können vor einer Prüfungskommission unter Beweis stellen, die aus einem Arzt und zwei Sanitätsdienstausbildern bestand.

Im Sanitätsdienstlehrgang werden den Teilnehmern für den Notfall relevante medizinische Kenntnisse und Maßnahmen vermittelt. Dazu gehört der Umgang mit der modernen Ausrüstung zur Ermittlung der Kreislaufsituation oder Schienungsmaterial für Knochenbrüche und der Einsatz eines automatischen externen Defibrillators (AED Gerät) zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes. Genauso werden aber auch Maßnahmen bei Brandwunden, allergischen Reaktionen und Notfällen im Kindesalter trainiert.

Die Sanitäter-Ausbildung gehört zu den Grundausbildungen im DRK und wird mit den Lehrgängen „Technik und Sicherheit“, „Betreuung“ und „Sprechfunk“ abgeschlossen. Das DRK setzt seine gut ausgebildeten Helfer für die unterschiedlichsten Aufgaben ein. Ein wesentliches Aufgabenfeld nehmen Sanitätsdienste bei Sportturnieren, Konzerten und Aufführungen oder bei Großveranstaltungen wie Tanz in den Mai an den verschiedensten Orten im Landkreis Cloppenburg ein.

Gerade die Ereignisse im Jahres 2010 – wie zum Beispiel das Unglück am 1. Mai in Thüle – haben gezeigt, dass eine fundierte Ausbildung der Einsatzkräfte und modernes Equipment für die sanitätsdienstliche Absicherung wichtig ist. Gerade Großveranstaltungen machen den Einsatz von weiteren Rettungswagen oder Behandlungsplätzen für bis zu 50 Personen erforderlich. Auch das Personal wird entsprechend der Vorgaben entsendet, dieses reicht von Sanitätern über Rettungsassistenten bis hin zu arztbesetzten Einheiten. Ohne das ehrenamtliche Engagement junger Menschen könnte das DRK seine vielfältigen Aufgaben und Angebote nicht aufrechterhalten. Gerade für die sanitätsdienstliche Abdeckung von Veranstaltungen benötigt das DRK immer wieder Menschen, die helfen möchten.