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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Garrel

Erlass Für Markierten Bereich: Vandalen in Garrel droht hohes Bußgeld

27.02.2020

Garrel Müll, zertretene Mülleimer und Scheiben – immer wieder kommt es im Bereich des Schul- und Sportzentrums Garrel zu Sachbeschädigungen. Und das, obwohl die Gemeinde kürzlich einen Sicherheitsdienst mit Kontrollen beauftragt hatte. Das Problem: Wachdienst und Polizei haben keine wirkliche Handhabe. Sie können zwar die Jugendlichen des Platzes verweisen, verdeutlichte Ordnungsamtsleiter Wilfried Schewe am Montag auf der Sitzung des Gemeinderates. Weitere Konsequenzen brauchten sie allerdings nicht zu befürchten. Insofern habe sich die Situation dort auch nicht verbessert.

Konsequenzen drohen Jugendlichen allerdings künftig, denn der Gemeinderat hat eine Satzung beschlossen, die empfindliche Bußgelder bei Fehlverhalten vorsieht. Bis zu 5000 Euro können für Ordnungswidrigkeiten verhängt werden. So soll der unerlaubte Aufenthalt auf dem Schul- und Sportgelände ab 22 Uhr teuer werden oder mit einem dauerhaften Platzverweis geahndet werden können.

Der im Lageplan gelb umrandete Bereich des Schul- und Sportgeländes darf ohne vorherige Genehmigung in der Zeit von 22 bis bis 7 Uhr nicht betreten werden. Das gilt im Übrigen auch für das Kleinfeld-Spielfeld. Das darf zudem nur zur sportlichen Betätigung genutzt werden von Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren. Turn- oder Sportschuhe sind dort Pflicht, Fahrräder, Mofas, Inlineskates sind verboten, ebenso Rauchen und Alkoholkonsum. Lebensmittel und Glasflaschen haben dort ebenfalls nichts zu suchen.

In dem gesamten gelben Bereich sind motorisierte Fahrzeuge aller Art nicht erlaubt. Wer Musikgeräte zu laut aufdreht oder übermäßigen Lärm etwa durch Geschrei verursacht, dem drohen auf Grundlage der Satzung ebenfalls Konsequenzen. Grillen, Feuer oder Feuerwerkskörper sind tabu, Abfall achtlos entsorgen oder Sitzbänke, Tische und Mülleimer zu entfernen kann ebenfalls geahndet werden.

Wer gefährliche Gegenstände mit sich führt oder sich im betrunkenen Zustand dort aufhält, dem drohen ebenfalls Konsequenzen. Ohne Genehmigung durch die Gemeinde dürfen dort keine Waren oder Leistungen angeboten oder dafür geworben werden. Allerdings kann die Gemeinde von diesen Regelungen Ausnahmen genehmigen.

„Ein Allheilmittel ist das nicht, aber wir müssen die Möglichkeit haben einzuschreiten“, betonte Ordnungsamtsleiter Schewe.

SPD-Ratsherr Tobias Bohmann zeigte sich „verärgert“ über die Vandalismus-Vorfälle in jüngster Vergangenheit. Die Richtlinie möge „mit Augenmaß“ angewendet werden. Schewe entgegnete, als erstes sollten Verwarnungen ausgesprochen werden. Wenn Täter bekannt seien, könnten sie auch von Zeugen benannt werden.

Davon, weitere Flächen einzuplanen, sah der Rat auf Vorschlag der Verwaltung zunächst ab, um keine Überregulierung zu schaffen. Schewe: „Irgendwo müssen Jugendliche ja auch hin.“ Er riet zu einem „vernünftigen Mittelweg“. Ratsvorsitzender Herbert Holthaus, im Beruf Polizist, wies auf den engen Kontakt zwischen Verwaltung und Polizei hin und betonte: „Die Kollegen warten darauf, eine Handhabe zu bekommen.“

CDU-Ratsherr Rainer Engelmann schlug im Hinblick auf ständige Verunreinigungen vor, diese Satzung auch auf den Dorfpark anzuwenden. Zunächst machte der Rat aber mit der Richtlinie für das Schul- und Sportzentrum den Auftakt, die auch angepasst werden könne.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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