Garrel - Zum ersten Mal wurde am Sonntagabend der „Welttag der Armen“ in Garrel gefeiert. „Sehr bewegt, dass wir diesen Tag miteinander begehen“, zeigte sich Pfarrer Paul Horst bei der Veranstaltung unter dem Titel „Eine Million Sterne“ für eine gerechtere Welt im Dorfpark, auch über die große Anzahl an Besuchern, die trotz des widrigen Wetters gekommen waren. Fackeln und Windlichter erhellten den Park.
Papst Franziskus hatte zum Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit diesen Welttag der katholischen Kirche geschenkt, der nun zur Tradition werden soll.
„Die Armen sind kein Problem, sondern sie helfen uns, den Glauben zu verstehen“, sagte Pfarrer Paul Horst in Anlehnung an Papst Franziskus.
In der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist hatte der Sachausschuss Caritas um den Vorsitzenden Benno Hermes diesen Tag organisiert.
Franz-Josef Blazejak hatte ein großes Podest gebaut, in dessen Mitte Lichter in Sternform leuchteten. Dieses Podest schwamm auf dem Dorfteich. Und im Hintergrund zeigte ein Schriftzug, um was es dem Sachausschuss und Pfarrer Paul Horst an diesem Tag ging: „Zusammen sind wir Heimat“ lautete das Motto, das Pfarrer Horst mit Auszügen aus dem Text „Heimkehr“ von Franz Kafka verdeutlichte. In Bezug auf die Flüchtlinge fragte der Geistliche: „Haben wir das hier Notwendige wirklich schon ausgeschöpft?“
Eine Abordnung des Musikvereins Garrel um Familie Brauner gestaltete die Veranstaltung musikalisch. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Garrel sowie der Jugendfeuerwehr leuchteten den Dorfpark aus und entzündeten Fackeln.
