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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Garrel

RÜCKBLICK: „Garrel ist keine Übungsfirma“

30.12.2006

GARREL /LöNINGEN Es waren teils harte Kämpfe. In Löningen profitierte Städtler vom Bonus des Amtsinhabers. In Garrel ging es hoch her.

von peter linkert GARREL/LÖNINGEN - Die Bürgermeisterwahlen in Garrel und Löningen werden als die politischen Höhepunkte des Jahres 2006 in die Archive eingehen. Nicht alle Erinnerungen an den Wahlkampf sind gut.

Während in Löningen Thomas Städtler als Amtsinhaber einen sensationellen Sieg einfährt und den CDU-Kandidaten Frank Wuller ebenso deklassiert wie Bernd Stegemann (Unabhängige) und den ambitionierten Thomas Wichmann (FDP), ist die Sache in Garrel letztlich noch heute nicht zu Ende. Über Andreas Bartels schwebt das Damoklesschwert eines Gerichtsentscheids.

Anfangs des Jahres geht die Garreler CDU auf die Suche nach einem Kandidaten. Unter den Bewerbern setzen sich schließlich Richard Cloppenburg und Bartels durch. Eine Versammlung, zu der nur 178 der rund 400 CDU-Mitglieder kommen, entscheidet sich mit 106 Ja-Stimmen für den Mann, der damals noch für die Wesermarsch-Gemeinde Jade arbeitet.

Damit ist die Schlacht für Bartels aber noch nicht geschlagen. In der CDU-dominierten Gemeinde rumort es, bis schließlich der Ur-Garreler Franz-Josef Kettmann als Unabhängiger den Hut in den Ring wirft. Wenig später kommt Paul Drees als SPD-Kandidat hinzu.

Während sich die Kandidaten einen fairen Kampf liefern, kommt es im Umfeld zu Intrigen und Ränkespielen. Anonyme Flugblätter schwirren durch den Ort, und selbst auf das Rathaus wird Druck ausgeübt.

Am 10. September ist Showdown. Bei der Kommunalwahl erhält keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit. Kettmann und Drees haben ihr erstes Ziel erreicht. Es kommt zur Stichwahl zwischen dem in Barßel geborenen Bartels und dem Garreler Kettmann.

In der CDU wird beratschlagt, was noch zu tun sei. Ein internes Papier wird der NWZ zugespielt. Darin heißt es, dass in Diskussionen nicht mehr dem Kandidaten Bartels der Rücken gestärkt werden soll, sondern nur noch die Partei in den Vordergrund gebracht werden soll. Auch der Landrat schaltet sich ein, wenngleich als Privatmann, wie er sagt. Er plädiert öffentlich für Bartels und diffamiert den beim Bildungswerk als Geschäftsführer arbeitenden Kettmann mit dem mittlerweile legendären Satz „Garrel ist keine Übungsfirma“.

Schließlich gewinnt Bartels die Stichwahl hauchdünn. Hätten sich nur 27 Wähler anders entschieden, hieße der Bürgermeister jetzt Franz-Josef Kettmann.

Andreas Bartels hat seinen Job bislang geräuschlos erledigt, und es ist ein wenig Ruhe eingekehrt. Ob er Bürgermeister bleibt, hängt von der Entscheidung des Gerichts ab, das Einsprüche wegen des Eingreifens des Landrats prüfen muss. Mit einer Entscheidung ist sobald nicht zu rechnen, und Kettmann hat eine erneute Kandidatur schon ausgeschlossen . . .

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