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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Garrel

Garrelerin inspiriert Follower

07.07.2018

Garrel Olga Litau aus Garrel ist Influencerin. Was nach einer ansteckenden Virusgrippe klingt, ist tatsächlich gar nicht so weit davon entfernt. Litau zumindest erklärt das Konzept von Influencern folgendermaßen: „Die Influenza ist sehr, sehr ansteckend. Als Influencerin stecke ich genauso Menschen an mit Dingen, die ich selbst ausgesucht oder im Auftrag von anderen getestet habe.“

„Angesteckt“ werden diese Menschen in dem Fotoportal Instagram von Olga Litaus Posts: Seit rund fünf Jahren ist die 31-Jährige dort aktiv. Zunächst teilte sie auf ihrem Instagram-Account, olali1987, private Fotos von sich und ihrer Familie. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Account zu einer Art Fashion-Blog: Die Zahl der Abonnenten stieg und stieg, immer mehr Leute identifizierten sich mit Olga Litaus Stil und wollten sich von ihr über Mode, Kosmetik und Pflegeprodukte informieren lassen.

Erheblich gestiegen ist die Zahl ihrer Abonnenten, als Litau vor etwa zwei Jahren mit ihrer zweiten Tochter schwanger war.

Auf Instagram konnten ihre Follower mitverfolgen, womit sich Olga während ihrer Schwangerschaft und als Mutter beschäftigte. „Das interessiert einfach viele“, sagt sie. Und dann ging’s richtig los: Immer öfter erhielt Litau Anfragen – zunächst von Privatpersonen und kleinen Firmen, die Litau baten, für sie ein Produkt zu testen und über Instagram zu bewerben. „Anfangs waren das hauptsächlich Leute, die zuhause nähen oder stricken.“

Wenn ihr ein Produkt gefällt „und es zu mir passt“, stellt sie es vor, im Gegenzug darf sie es behalten – oder verlangt in einigen Fällen mittlerweile Geld dafür: „Ich habe erst vor einem halben Jahr festgestellt, dass ich als Influencerin Geld verdienen kann“, erzählt Litau. In den Angeboten, das sie solchen Unternehmen auf Anfrage macht, steht nicht nur, wie viel es kosten würde, wenn Olga Litau das entsprechende Produkt bewirbt. Der Preis wird auch begründet: In einer Art Portfolio listet Litau auf, wie viele Follower sie hat, woher diese kommen, wie alt sie sind und wie viele Frauen darunter sind – wichtige Indikatoren für die Zielgruppe eines Produkts.

Das sagt Emily von „Sach an!“

„Wer einer ehrlichen, humorvollen jungen Mama durch den Alltag folgen will, die sich dann auch noch mit Mode auskennt, der ist bei Olga an der richtigen Adresse.“

„Sach an!“ ist der Youtube-Kanal der NWZ. Das Video mit Olga Litau finden Sie unter www.youtube.com/sachanchannel

   

Bei „Sach an trifft...“ porträtieren wir Menschen aus der Region, die sich und ihre Leidenschaft im Internet präsentieren. Haben Sie Vorschläge, wen wir einmal vorstellen sollen? Kontaktieren Sie uns doch per Mail an red.friesoythe@nwzmedien.de

Doch warum rekrutieren immer mehr Firmen Influencer? Ganz einfach: Selbst wenn sie Litau bezahlen, „ist das für die Firmen immer noch die billigste Werbung, die sie haben können“. Dennoch gebe es immer wieder Unternehmen, die Litaus Angebot ausschlagen würden, mit der Begründung: „Es gibt andere, die machen das umsonst.“ Mag sein. Olga Litau habe aber, wie sie sagt, gelernt, sich nicht unter Wert zu verkaufen – immerhin hat sie mit mehr als 33 000 Abonnenten auf Instagram eine beachtliche Reichweite.

Unterstützt wird Litau nicht nur von anderen Influencern, die ihr vor allem zu Beginn wertvolle Tipps gegeben haben: Ihr Mann hilft ihr bei der Angebots- und Rechnungserstellung. Denn das Ganze sei sehr zeitaufwendig. Litau ist nicht nur Mutter zweier Töchter, sie arbeitet auch halbtags. Ihre Posts bereitet sie meist abends oder nachmittags, wenn die Kinder schlafen, vor. Rund zwei Stunden täglich verbringt sie mit Instagram – und beantwortet auch jede Nachricht ihrer Follower.

Und was treibt sie an? „Das ist mein Hobby, ein schöner Ausgleich zum Alltag. Ich liebe Mode einfach über alles und sehe mich vor allem auch als Fashion-Bloggerin. Influencen war nie mein Ziel. Es hat sich einfach so ergeben“, lautet Litaus Antwort. Erreichen möchte sie „alle Frauen, und alle Menschen, die sich mit mir identifizieren“.

Ein netter Nebeneffekt von Instagram ist laut Litau übrigens, „dass man seine Reichweite auch anders nutzen kann, etwa für Spendenaktionen“. Influencen für den guten Zweck also – eine Sache, die der jungen Frau aus Garrel besonders am Herzen liegt.

Nathalie Meng
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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