Garrel - Verzweiflung, Ratlosigkeit und Chaos – drei Gefühle, die am Anfang von jeder Folge von „Rosins Restaurants“ des Fernsehsenders Kabel 1 im Raum stehen. So war es auch Ende vergangenen Jahres in Garrel. Der Sternekoch Frank Rosin wurde in das Restaurant „Main Street 22“ gerufen. „Wahres Chaos – aber möchte dieser Frau helfen. Sie hat acht Kinder“, sagt der Sternekoch aus Dorsten zu Nadine Röstel aus Altenoythe, die das Lokal an der Hauptstraße in Garrel betreibt. Am Dienstagabend wurde die Folge von ihrer „Restaurantrettung“ zum ersten Mal ausgestrahlt.

Glaubt man der Fernsehausstrahlung herrschte im damaligen „Main Street 22“ ein wahres Chaos. Zuerst musste sich Rosin durch die Familienstrukturen des Restaurantbetriebs wühlen. Ob Tochter, Sohn, Bruder oder Schwiegersohn – vor Rosins Generalüberholung packten alle Generationen in der Küche von Nadine Röstel mit an. Doch ein gelernter Koch war niemand – keiner hat Ahnung von der Gastronomie. Es gab verschwendete Lebensmittel und vor allem ein fehlendes Geschäftskonzept.

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So wurde auch das typische Testessen mit 20 Personen zum absoluten Reinfall – nicht mal nur kulinarisch sondern vor allem organisatorisch. Keiner der fünf Personen in der Küche war genau für einen Bereich verantwortlich. Verbranntes Brot und viel zu früh angerichtete Hauptgänge machen das Chaos perfekt – Frank Rosin bricht das Testessen ab. „Das ist Essen, das zerstört wurde“, urteilt Frank Rosin vernichtend.

Doch trotzdem macht der Sternekoch weiter. Mit viel Arbeitsaufwand und einem „Kochcoaching“ wird aus „Main Street 22“ so langsam die neue „Röstelei“. Und so fällt auch das finale Testessen weitaus besser aus als das erste – dank neuer Kocherfahrungen und einem Umbau im Restaurant.

Beim Nachdreh für das K1-Magazin zeigte sich, dass es für Röstels neue Pizza- und Burgermanufaktur zur Zeit noch sehr gut läuft – der Umsatz hätte sich in den letzten Monaten verdoppelt.

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Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland