Garrel - Zwei Wochen lang wurden in den Schulen und Kirchen der Gemeinde ausrangierte Handys gesammelt. Jetzt wurde die Aktion „Goldhandys“ abgeschlossen. Weit über 500 Geräte wurden bei den Sammelstellen abgegeben. „Die Aktion hat sich doch gelohnt“, sagt Maria Ameskamp, auf deren Anregung im Pfarreirat die Aktion gestartet wurde. Mit Tanja Toben, Maria Faske, Ulla Willenborg und Hubert Looschen fanden sich schnell Personen, die in den Ortsteilen der Pfarrgemeinde Sankt Johannes Baptist die Aktion unterstützten.

Die alten Handys, die bislang ihr Dasein in einer Schublade fristeten, sind in dreifachem Sinn Gold wert. Darauf machte das Katholische Missionswerk „missio“ aufmerksam. Die Handys enthalten wertvolle Rohstoffe, die jetzt von einer Fachfirma wiedergewonnen werden. Die fachgerechte Entsorgung ist ein wichtiger Beitrag für den Umweltschutz. Schließlich wird der Erlös der Aktion einem guten Zweck zugeführt. Für jedes Handy zahlt die Firma einen Betrag an das Missionswerk in Aachen.

Der Erlös ist bestimmt für den Aufbau von Behandlungszentren für traumatisierte Frauen und Kinder im Kongo. Das Land wurde bewusst ausgesucht, weil hier in den Kriegswirren immer wieder Gräueltaten an Frauen und Kindern verübt werden. Auslöser der Kriege sind oft Bodenschätze, über die die verschiedenen Kriegsparteien verfügen wollen. Diese Bodenschätze werden auch für die Produktion von Handys verwendet.

Die Aktion Goldhandys war bereits die zweite Sammlung in diesem Jahr. Gesammelt wurden auch alte Kugelschreiber, Filzstifte und Füller für die Aktion „Stifte machen Mädchen stark“. Annähend 100 Kilogramm wurden verschickt. Beide Sammlungen sind jetzt abgeschlossen. Eventuell werden sie im nächsten Jahr wiederholt.