Garrel - Hat im Kammersand in Garrel ein Wolf ein Reh gerissen? Die Indizien sprechen zumindest dafür. Jäger hatten am vergangenen Freitag ein verendetes Reh an der Kammersandstraße in Garrel entdeckt und zunächst Hegeringleiter Markus Göken informiert. Der zog dann Wolfsberater Hermann Wreesmann hinzu. Der Experte hatte erhebliche Bissverletzungen auch am Hals des Tieres festgestellt, bestätigte Wreesmann auf Nachfrage der NWZ. Ob tatsächlich ein Wolf das Tier getötet hat, dafür gebe es bislang aber keine Beweise, betonte Wreesmann. Er hatte DNA-Proben genommen, die er an die Landesjägerschaft zur Analyse schickt.

Offensichtlich sei das Reh aber in der Nacht zu Freitag von einem Auto angefahren worden: Ein Hinterlauf sei gebrochen gewesen, so Wreesmann. Vermutlich sei das verletzte Reh dann von einem Tier angefallen und getötet worden.

Wichtig sei, dass Sichtungen und Funde, die auf Wolfsrisse hinweisen, gemeldet würden, betonte Göken. Das könne bei ihm aber auch bei den Wolfsberatern geschehen.

Möglicherweise handelte es sich um einen durchziehenden Wolf auf der Suche nach einen neuen Revier.