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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Garrel

Droht der Thülsfelder Talsperre ein Fischsterben?

07.08.2018

Petersfeld /Friesoythe Droht der Thülsfelder Talsperre ein Fischsterben? Ernsthafte Sorgen macht sich Knut Tholen, Hauptgewässerwart der Friesoyther Wasseracht, die auch die Thülsfelder Talsperre beaufsichtigt. Derzeit ist die Lage aber „noch nicht besorgniserregend“, so Tholen gegenüber der NWZ. Allerdings seien aktuell bereits einige Fische verendet, auch größere Barsche. Ursache dafür: die derzeit hohen Temperaturen sowie der schlechte Wasserzustand. Am Wochenende waren die Fischereiaufseher auf der Talsperre unterwegs, um sich ein Bild zu machen.

Derzeit würden Wasserpflanzen tagsüber viel Sauerstoff produzieren. Deren Wachstum wird durch Nährstoffe – auch der Überdüngung geschuldet – und die hohe Wassertemperatur forciert. Das Problem: Sobald die Tage kürzer werden, sterben Wasserpflanzen massenweise ab. Die Biomasse entziehe dem Gewässer massenhaft den Sauerstoff. „Da können wir erhebliche Probleme bekommen“, betont Tholen, gerade in den Lagunen am Westufer der Talsperre mit niedrigem Wasserstand.

Die „Blaualgen“ in der Thülsfelder Talsperre, die ja eigentlich giftige Cyanobakterien sind, seien für die Fische „ungefährlich“, betonte auch der Landkreis Cloppenburg. Ihnen setzten eher pH-Wert, die Wassertemperatur oder zu wenig Sauerstoff in den Gewässern zu. Gleichwohl hat der Fischereiverein das für kommenden Freitag, 10. August, geplante Welsangeln aufgrund der Belastung der Talsperre abgesagt. Das Angeln sei aber weiterhin erlaubt.

Für die übrigen Fließgewässer wie Soeste, Lahe oder Marka kann Gewässerwart Knut Tholen derzeit Entwarnung geben. „Alles im grünen Bereich“, so Tholen, nachdem er am Wochenende die Flüsse in Augenschein genommen hatte.

Große Probleme gebe es dagegen in stehenden Gewässern wie Teichen, Seen und vor allem auch Regenrückhaltebecken. Letztere, forderte Tholen, müssten so konstruiert sein, dass sie in trockenen Perioden auch trocken liefen. Dann könne sich auch kein Fischbestand bilden.

Wie ist die Situation für die Vögel an der Talsperre? Laut Landkreis-Sprecher Frank Beumker seien viele der dort vorkommenden Vogelarten Aasfresser. Für sie sei der Verzehr von verendeten Fischen kein Problem, heißt es aus dem Kreishaus.

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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