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NWZonline.de Region

Anspruchslose Liebhaberpflanze

24.06.2017

Eine anspruchslose, aber dekorative und empfehlenswerte Liebhaberpflanze für das Staudenbeet ist der Bärenklau aus der Familie der Akanthusgewächse.

Trotz ihres deutschen Namens und ihres distelähnlichen Aussehens gehört sie weder zu den Bärenklau- noch zu den Distelgewächsen, sondern bildet eine eigene Familie mit Ursprung in Ländern um das Mittelmeer. Schon im Altertum waren die ornamentalen Blätter sehr beliebt und wurden als Motiv zur Verzierung von Bauwerken verwendet.

Attraktiv für Bienen

Von den ca. 20 vorkommenden Arten findet man im Staudensortiment heute vorwiegend nur einige wenige Vertreter. Für den Steingarten geeignet ist Acanthus dioscoridis mit ca. 30 Zentimetern Höhe. Aus dem Balkan stammen A. hungaricus und A. spinosus, die je nach Bodenbeschaffenheit einen halben Meter und höher wachsen.

Als geläufigste Art findet man in Staudengärtnereien die aus Portugal stammende A. mollis, die einen halben bis einen Meter und an optimalen Stellen auch bis zu zwei Meter groß werden kann.

Alle Arten zeichnen sich durch ihre imposanten fiederspaltigen Blätter aus, die zuerst grundständig wachsen und Größen von über einem halben Meter erreichen können. Jetzt im Juni öffnen sich die vielen lippenförmigen rosa bis purpur und weißen Rachenblüten an den aufrecht wachsenden Blütenschäften, die purpurfarben geadert sind. Die Blüten leuchten bis in den August hinein und ziehen zahlreiche Bienen und andere Fluginsekten an, die hier Nahrung finden.

Im Garten pflanzt man diese Staude am besten auf einen sonnigen bis halbschattigen, etwas trockeneren Platz; von den Bodenverhältnissen her wird ein schwerer wie ein sandiger Boden gleich gut vertragen. Besondere Ansprüche an Nährstoffe oder Pflege stellt diese Staude trotz ihrer wüchsigen Statur nicht.

Lediglich ihrer Herkunft entsprechend könnte es in raueren Lagen leichte Probleme mit der Frosthärte im Winter geben. Dieses lässt sich aber umgehen, indem die Pflanzen im Herbst mit Laub gemulcht werden. Erst im Frühjahr erfolgt dann der bei Stauden gebräuchliche ebenerdige Rückschnitt.

Reichlich Ausläufer

Wegen ihrer Anspruchslosigkeit in Bezug auf die Bodenverhältnisse und den Lichtbedarf kann man den Bärenklau vielfach im Steingarten, in der Staudenrabatte, vor Wänden und Gehölzrändern und sogar als Schmuckstaude in Einzelstellung platzieren. Da sich die Pflanzen im Laufe der Jahre ausbreiten und sowieso zu den mächtigen Stauden gehören, sollte man Nachbarpflanzen nicht zu dicht setzen. Als Nachbarn passen gut Stauden, die sich zum einen selbst durchsetzen können und zum anderen auch über schmückendes Laubwerk verfügen, wie Federmohn, Kugeldistel, Alant und Kaukasus-Schuppenkopf.

Erst einmal im Garten angesiedelt, lassen sich dann aus den eigenen Beständen beim Akanthus leicht Ableger nehmen. Manche Arten bilden zu diesem Zweck reichlich Ausläufer, andere lassen sich gut durch Wurzelstockteilung vermehren; ebenso gut möglich ist zu diesem Zweck die Entnahme von Wurzelstecklingen oder eine Aussaat.