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NWZonline.de Region

Aparte Schönheit aus den Tropen

22.07.2017

Charakteristisch an diesen Blumen sind die langen Staubgefäße, die an tropische Spinnen oder Schnurrbarthaare von Katzen erinnern. Besonders beeindruckend wirken Spinnenblumen, wenn sie zu kräftigen Büschen herangewachsen sind und reich verzweigte, bis über einen Meter hohe Sprosse mit fünf- bis siebenteiligen Blättern in kräftigem Grün ausbilden.

Drei Farbvariationen

Spinnenblumen zeichnen sich durch eine lange Blütezeit von Mitte Juli bis oft zu den ersten Frösten aus, die dadurch bedingt ist, dass das Triebende immer weiterwächst und ständig neue Blüten erscheinen, während weiter unterhalb schon die Samenkapseln reifen. Die lange Blütezeit und das aparte Aussehen sind der Grund, dass diese Pflanze zu den dekorativsten Sommerblumen gehört. Die Blüten eignen sich hervorragend zum Schnitt und bieten sich als Mittelpunkt sommerlicher Blumensträuße an.

Beheimatet im tropischen Amerika, war die halbstrauchige Spinnenblume (Cleome spinosa), die zur Familie der Kaperngewächse gehört, bereits Anfang des Jahrhunderts eine beliebte Sommerblume. Sie geriet dann allerdings in Vergessenheit und erfreut sich erst seit wenigen Jahren wieder allgemeiner Beliebtheit. Diese Sommerblume ist in drei Farbvariationen erhältlich: malvenfarbig „Fliederfarbe“, weiß „Helen Campbell“ und hellrosa „Rosakönigin“.

Das Geheimnis reich blühender Spinnenblumen ist in einer zeitigen Vorzucht im Frühjahr begründet. Zur Aussaat werden ab Ende Februar bis Anfang März, am besten in kleine Töpfchen, je zwei Samen ausgebracht. Auf der warmen Fensterbank bei Temperaturen um 18 Grad erscheinen die Keimlinge nach zwei bis drei Wochen und wachsen schnell heran. Ende April kann dann je nach Durchwurzelung in etwas größere Töpfe umgepflanzt werden, nach den Eisheiligen bekommen sie ihren Platz im Freien.

Humusreicher Boden

Ein warmer, vollsonniger und geschützter Standort ist optimal. Der Boden sollte locker, kalkhaltig und humus- und nährstoffreich sein. Da die Spinnenblume von kräftigem Wachstum ist, erhält sie einen Abstand von 50 Zentimetern von Pflanze zu Pflanze. Ein reichliches Gießen bei Trockenheit und wiederholte Düngung mit vergorener Pflanzenjauche oder anderen organischen Düngemitteln sorgen für ein kräftiges Wachstum und eine reichhaltige Blüte. Blattläuse, die leicht bei zu triebiger Düngung erscheinen, sollten nicht geduldet werden, da sie für einen ungleichmäßigen Wuchs sorgen können. Die Tiere werden mit einem Wasserstrahl abgespült.

Ihre ganze Pracht erreicht die in ihrer Pflege eher anspruchslose Spinnenblume als Gruppenpflanzung im Sommerblumenbeet, in Kübeln auf der Veranda oder als Solitärpflanzung. Besonders eindrucksvoll wirken die Blumen vor einem dunklen Hintergrund vor Gehölzen oder als Sichtschutzpflanze vor oder hinter Zäunen. Bei einer Pflanzung im Sommerblumenbeet ist ein Platz im Hintergrund empfehlenswert.