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NWZonline.de Region

Bäume in Form bringen

04.02.2017

Bevor es zum ausklingenden Winter an den Obstbaumschnitt geht, ist Zeit genug, das Werkzeug zu überprüfen und auf eine richtige Schere und Säge zu achten. Gutes Werkzeug erleichtert die Arbeit.

Für einen fachgerechten Schnitt benötigt man eine Baumschere, eine Bügelsäge, ein Messer (Hippe) und einen Abziehstein. Bei der Baumschere ist darauf zu achten, dass die Klinge aus gehärtetem Stahl und am besten auswechselbar ist.

Zu empfehlen sind Leichtmetallscheren, von denen alle Teile nachbestellt werden können. Schlechter dagegen sind Scheren, deren Klinge auf ein Metallpolster aufdrückt. Beim Schnitt können damit die Triebe einseitig gequetscht werden.

Gebogenes Messer

Als Säge empfiehlt sich eine Bügelsäge mit Spannhebel, bei der das Blatt geschwenkt werden kann. Mit der Hippe, einem gebogenen Messer, werden Säge- und Wundstellen nachgeschnitten. Der Schleifstein schärft die Hippe und die Klinge der Baumschere.

Astbruch vermeiden

Für den Schnitt setzt man die Baumschere kurz oberhalb der Knospe leicht angeschrägt an. Beim Schneiden darf man weder die Knospe verletzen noch zu viel Holz stehen lassen, da dieses abstirbt und dadurch eine Eingangspforte für pilzliche Krankheiten bildet.

Beim Absägen größerer Äste auf Astring ist einer Verletzung durch Abbruch entgegenzuwirken. Dazu wird zuerst der Ast auf der Unterseite zehn Zentimeter oberhalb des Astringes zur Hälfte angesägt. Danach sägt man auf der Oberseite etwas höher als an der ersten Sägestelle den Ast durch.

Er bricht dann durch sein Eigengewicht zwischen den Sägestellen ab. Der übrig gebliebene Stummel wird zuletzt auf Astring abgesägt. Durch diese Methode gibt es keine unnötigen Wunden.

Alle Schnittstellen am Obstbaum, die größer als ein ein Euro-Stück sind, versiegelt man mit einem speziellen Wundverschlussmittel aus dem Fachhandel.