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NWZonline.de Region

Carolin Melle: Miteens Firmenchefin

28.04.2017

Vääl Lü werd sik noch erinnern an de Blomenpracht van de Gaarneree Melle an de Stä in`n Ortskaarn van Ganderkesee. Vör över twintig Jahr hett sik de Gaarneree vergröttert un hett är Heimat nu an`e Birkenheider Straat in Ganderkesee. Ok hier fallt de välen Sommerblomen un in`n Havst de Heideblöten in`t Oog.

De Gaarneree Melle is 1946 van Georg Melle gründ`t un 1977 van sien Söhn Günter övernahmen wurrn. He hett vääl grode Priese wunnen, to`n Bispill: „Gärtnerei des Jahres“.

Günter Melle is dat glückt, dat de weltgrötste Petunie indragen wurrn is in dat „Guinnessbuch der Rekorde“. Dat sien Dochter Carolin dat Leit över dissen Familien -bedriev övernehmen dee, dar harr se sülvst nich an glöövt. Är Lävensplan gung in heel anner Richt. Dat Schicksal hett dat avers anners wullt.

„Dat mien Broer Patrick inst de Gaarneree van us Öllern övernehmen schull, weer klaar!“ vertellt Carolin Melle. In`e School harr se Vermaak an Spraken. Se drööm van anner Länner, wull anner Kulturen kennenlehrn. Dör een „Jugendaustausch“ kunn se de 11. Klass in Australien up`e High School maken. In`n Sömmer 2006 weer`t sowiet. Jüst in Australien ankamen, kreeg se de gräsige Naricht, dat är Broer Patrick dör`n Unfall to Dode kamen weer. Mit`n Fleger is se foors na Huus trügg flagen. Dree Maand later gung`t denn wedder na Australien hen. „Disse Tiet weer nich licht, man hett mi groot Erfahn brocht“, meent Carolin.

Na`t Abitur wull se „Tourismus-Management“ studeern. Vadder harr avers anner Plans, se schull em as Chef nakamen. “Ik avers wull mien eegen Ding maken”, verklaart Carolin Darwägen hett se in`e Gastronomie arbeit`t, hett „Praktika“ bi de Deutache Bank maakt, un bi `n Bedriev, de Planten vermarkten dee.

Denn gung`t na Teneriffa as „Au-pair“-Deern. De spaansche Spraak harr är`t andaan. Är Droom weer, in`e „Tourismus-Branche“ to arbeiden. Bi`t Begröten van Touristen hett se sik fraagt: „Wullt du dat würkelk?“ Se wull`t nich.

2010 fung se in Groningen dat Studium van „Internationale Betriebswirtschaft“ an. In`n Mai-Maand, an een Sönndag, dreep de Familje een nee`n Schicksalsslagg. Vadder Günter weer sturven. Se, twintig Jahr oolt, harr miteens dat Leit för dat Familjenunnernehmen mit 15 Arbeitslü.

„Dat weer allns nich so plant, man dat muß wietergahn“, erinnert sik Carolin. „Wi schafft dat!“ weer sik de heele Koppel eenig. Dat eerste Halvjahr bleev Carolin in`n Bedriev un hett sik mit nee`e Upgaven vertroot maakt. Doch ok Twievel kemen up. „Ik harr ja noch gar kien Berufsafsluß“. Darwägen harr se sik entslaten, dat Studium to`n Enn to bringen. Siet twee Jahr hett se ärn Afsluß. Sietdem is se vull in`n Bedriev.

„Ok wenn`t hier nich alltiet eenfak weer, man nu bün ik glückelk un tofrä`en! “ Günter Melle weer woll stolt up sien Dochter.

Die Übersetzung:

Carolin Melle: Plötzlich Firmenchefin

Viele erinnern sich noch zu gerne an die Blütenpracht von der Gärtnerei Melle am ehemaligen Standort im Ortskern von Ganderkesee. Vor über 20 Jahren hat sich die Gärtnerei Melle vergrößert und ist nun an der Birkenheider Straße in Ganderkesee beheimatet. Auch hier sind die vielen Sommerblumen und im Herbst die Heideblüten ein Blickfang. Die Gärtnerei Melle wurde 1946 von Georg Melle gegründet und 1977 von seinem Sohn Günter übernommen. Er gewann zahlreiche renommierte Auszeichnungen wie zum Beispiel: „Gärtnerei des Jahres“. Günter Melle schaffte es sogar mit der weltgrößten Petunie ins Guinnessbuch der Rekorde. Dass seine Tochter Carolin einmal dieses Familienunternehmen leiten würde, hätte sie am allerwenigsten geglaubt. Ihre Lebensplanung ging in eine völlig andere Richtung, doch das Schicksal wollte es anders. „Das mein Bruder Patrick einmal die Gärtnerei unserer Eltern übernehmen würde, war klar!“, erzählt Carolin Melle. In der Schule waren Sprachen ihre große Leidenschaft und sie träumte davon andere Länder und andere Kulturen kennenzulernen. Durch einen Jugendaustausch konnte sie die 11. Klasse in Australien auf der High School machen. Im Sommer 2006 war es soweit. Gerade in Australien angekommen, erhielt sie die schreckliche Nachricht, dass ihr Bruder Patrick tödlich verunglückt war. Sofort nahm sie den nächsten Flieger zurück. Drei Monate später ging es dann wieder zurück nach Australien. „Dieser Aufenthalt war nicht leicht, aber eine super Erfahrung!“, meint Carolin. Nach dem Abitur wollte sie Tourismus-Management studieren. Ihr Vater hatte aber andere Pläne und wollte sie als seine Nachfolgerin aufbauen. „Ich wollte mein eigenes Ding machen!“, erklärt Carolin. So arbeitete sie in der Gastronomie machte Praktika bei der Deutschen Bank und bei einem Pflanzenvermarkter. Dann ging es für ein halbes Jahr als Au-pair nach Teneriffa, denn die spanische Sprache hatte es ihr angetan. Ihr Traum war es in der Tourismus Branche zu arbeiten. Als sie auf Teneriffa die ganzen Touristen begegnete, stellte sich Carolin die Frage:“Willst Du das wirklich?“. Sie wollte nicht! 2010 begann sie in Groningen mit dem Studium der internationalen Betriebswirtschaft. An einem Sonntag im Mai 2011 dann der nächste Schicksalsschlag in ihrer Familie. Ihr Vater Günter verstarb ganz plötzlich und sie war auf einmal mit ihren 20 Jahren verantwortlich für ein Familienunternehmen mit 15 Mitarbeitern. „Es war alles nicht so geplant und auch nicht so gewollt, aber das ganze musste ja weitergehen!“, erinnert sich Carolin. „Wir schaffen das“, da war sich das gesamte Team einig. Das erste halbe Jahr blieb Carolin im Betrieb und machte sich mit den neuen Aufgaben vertraut. Doch dann kamen Zweifel: „Ich hatte ja noch keinen Berufsabschluss“. Sie entschloss sich, ihr Studium zu beenden. Seit zwei Jahren hat sie ihren Abschluss und ist seit dieser Zeit voll in ihrem Betrieb. „Auch wenn es bis hier nicht immer einfach war, aber jetzt bin ich glücklich und zufrieden!“. Günter Melle wäre stolz auf seine Tochter.

Steckbrief:

Dat Öller: 26

Ik wohn in: Bremen

Familjenstand: In een „Beziehung“

Ik mag geern: De Welt entdecken un wat Need sehn

Opregen do ik mi över: Ungerechtigkeit, wenn wat nich fair togeiht

An’n leevsten eet ik: Ik mag so veel – so geern

Dat kummt mi nich op’n Disch: Sellerie

Dor fohr ik geern mol hen: Neuseeland

Mien Hobby: Na een stressigen Dag an´n Herd stahn un koken. Un denn bün ik geern in mien egen Gaarn.

An leevsten hör ik: Rock

Dat Book gefallt mi besunners good: Jahrhundert Saga von Ken Follett

Mien gröttsten Wunsch: Mehr Gerechtigkeit op disse Welt

Dat is mien Zitat: Wenn Du wirklich etwas willst, findest Du auch einen Weg. Willst Du es nicht, findest Du Ausreden.

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