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NWZonline.de Region

Der Zukunft gewachsen

28.04.2017

„Gärtner ist längst nicht gleich Gärtner“, bringt es Fokko zur Mühlen, 28-jähriger Gartenbau-Ingenieur, auf den Punkt. Das Berufsfeld ist so vielseitig und hat sich dem stetigen Wandel der Zeiten angepasst. „Ein Leben reicht für einen Gärtner nicht“, unterstreicht der zweite Vorsitzende der Ammerländer Junggärtner diese These.

Zur Auswahl stehen dem Gärtner sieben Fachrichtungen: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Zierpflanzenbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei, ferner Garten- und Landschaftsbau.

Ammerländer Junggärtner

Interessierte junge Gärtnerinnen und Gärtner, die in ihrer Freizeit mehr aus ihrem Berufsfeld Gärtner lernen möchten, sind in der Gruppe der Ammerländer Junggärtner herzlich willkommen. „Das Ammerland hat eine hohe Baumschuldichte und somit stehen jungen Gärtnerinnen und Gärtnern die Türen offen. Gutes Personal ist rar. Bei den Ammerländer Junggärtnern können die jungen Menschen den Horizont erweitern und über den Tellerrand schauen“, so Jan Euteneuer, Vorsitzender dieser Vereinigung im Ammerland. Auf Bundesebene ist der ADJ – Arbeitsgemeinschaft Deutscher Junggärtner mit Sitz im Hessischen Grünberg der Dachverband. Ähnlich wie die Gruppe der Ammerländer Junggärtner gibt es viele Ortsgruppen. „Wir Ammerländer sind eine der aktivsten Gruppen Junggärtner Deutschlands“, betont der 29-jährige Gärtnermeister und fügt hinzu: „Wir bieten rund 50 Besichtigungen und Fachvorträge pro Jahr an, was einem jährlichen Durchschnitt von einem Angebot pro Woche entspricht.

Unser Hauptziel ist es junge Gärtnerinnen/Gärtner bei ihrer Weiterbildung zu unterstützen. Unsere Aktivitäten sind immer eher branchenintern. Diese Aktivitäten kommen vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) Weser-Ems oder von einzelnen Betrieben aus und nicht von den Junggärtnern. Wir kümmern uns um diejenigen, die sich schon für den Beruf entschieden haben. Der BdB macht die Nachwuchswerbung. Wenn wir so etwas machen ist das eher immer zufällig, wie z.B. ein Stand auf der Rhodo oder die Baumpflanzaktion in den Kindergärten. „Wir wollen an vielen Fronten für unser abwechslungsreiches und interessantes Berufsfeld aktiv sein“, so Jan Euteneuer.

Frage: Was für Angebote bieten Sie den Junggärtnern an?

JAN Euteneuer: Es sind ganz unterschiedliche Themen, je nach Jahreszeit außerhalb der Arbeitszeit angeboten werden. Während es im Winter überwiegend Hausmessen, Fachvorträge oder Schulung von Kenntnissen in Pflanzenbestimmungen, Pflanzenschutz sind, stehen im Sommer eher Betriebsbesichtigungen auf dem Programm. Auch Lehrfahrten gehören dazu.

Frage: Wie machen Sie die jungen Gärtner auf Ihre Gruppe aufmerksam?

FOKKO zur Mühlen: Wir werden im Oktober die jungen Gartenbau-Auszubildenen, die im August beginnen, zu einem Meeting einladen, unsere Tätigkeiten vorstellen und Mitglieder werben. Auszubildende, die bei uns Mitglied sind, haben mehr Informationen.

Frage: Wie sieht die Zukunft einer Gärtnerin/eines Gärtners aus?

jan Euteneuer: Die Zukunftsaussichten sind sehr gut, Gärtner ist ein krisenfester Beruf. Gerade auch im Ammerland stehen die Chancen sehr gut, da immer wieder durch Generationswechsel teilweise große Lücken entstehen. Aber auch in der Zulieferer-Industrie oder im Pflanzenschutz können Gärtner ihren Platz finden.

Ich komme gebürtig aus Rheinland-Pfalz. Mein früherer Chef bot mir ein halbes Jahr Praktikum im Ammerland an – daraus sind inzwischen neun Jahre geworden. Ich habe die Meisterschule in Rostrup absolviert und bin hier längst sehr gut im Familienbetrieb Diderk Heinje, Jeddeloh I, angekommen. Die Aufstiegschancen stehen sehr gut. In Ammerländer Baumschulen und Gartenbaubetrieben ist geballtes Fachwissen gebündelt – davon profitieren die jungen Gärtner.

Frage: Wie gestaltet sich die Arbeitszeit im Winter, Frühjahr, Sommer und Herbst?

fokko zur Mühlen: Die Jahreszeiten haben viel Einfluss auf unsere Arbeit – die dadurch immer wieder neu ist. Derzeit laufen die Versandarbeiten auf Hochtouren. Es gibt Monate, wo viel gearbeitet wird und solche, wo die Arbeit weniger ist. Aber im Winter sind Gärtner heute kaum noch arbeitslos.

Erfahrung im Ausland sammeln? – Als Junggärtner ideal

Hoch im Kurs stehen seit vielen Jahren bei jungen Menschen Auslandsaufenthalte zur Weiterbildung. Mit einer Berufsausbildung als Gärtnerin/Gärtner sind die Chancen auf einem Praktikums- oder Arbeitsplatz in einem anderen Land sehr gut. Viele Unternehmen befürworten Weiterbildungen im Ausland. „Die botanischen Namen sind weltweit gleich“, erzählt Fokko zur Mühlen, Baumschule Renke zur Mühlen. Er selbst war zwei Jahre in Holland, hat dort sein Studium beendet. Außerdem war er sechs Monate in England und einen Sommer in Dänemark in Gartenbaubetrieben.

Unterstützung bei Auslandsaufenthalten erteilt die ADJ in Grünberg.

Die Ammerländer Junggärtner, die neben den beiden Vorsitzenden Jan Euteneuer und Fokko zur Mühlen im Vorstand von Helge Maylan (Schriftführer), Silke zu Jeddeloh (Kassenwartin), und den beiden Öffentlichkeitsarbeitern Marc Moesker und Daniel Küpker unterstützt werden, geben ebenfalls gerne Auskunft.

www.ammerlaenderjunggaertner.de

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