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NWZonline.de Region

Rhododendronpark Gristede: Eingangstor ins Reich der Rhododendren

05.05.2017

„Früher war dies ein Quartier mit vielen Rhododendren, in dem sich die Architekten ihre Gehölze aussuchten, und dann wurde an dieser Stelle wieder etwas Neues eingesetzt“, erzählt Landschaftsarchitektin Ulrike Dörflinger. Ihr verstorbener Vater Heinz H. Eckebrecht war es, der das ehemalige Baumschulquartier in ein würdiges Entree für den Rhododendronpark verwandelte und harmonisch in den alten, lichten Kiefernhain des Gristeder Waldes einbettete.

Der Garten- und Landschaftsarchitekt aus Kelkheim verbrachte ganz in der Nähe, in Bad Zwischenahn, seinen Lebensabend und widmete sich über zwei Jahre intensiv der Erweiterung des Parks, der im Jahre 2009 fertiggestellt wurde. Basis seines Konzepts waren vor allem Wasserflächen auf unterschiedlichem Geländeniveau und Alleen, die den Raum gliedern und nach außen begrenzen. Damit setzte er die Idee von Bauherr Jan-Dieter Bruns um, den Park mit Grünflächen, Licht und Wasser aufzulockern.

Eine Allee aus Zerr-Eichen (zuercus cerris) bildet die zentrale Achse und fasst den schnurgeraden Weg ein, der vom Parkzugang über eine schmale Holzbrücke zum Gartenpavillon verläuft. Bodenstrahler stellen einzelne dieser Großbäume heraus – wenn der Neben die Konturen im Park verwischt, wirkt das wie ein impressionistisches Gemälde und hat neben all der Schönheit noch einen ganz praktischen Nutzen: man findet auch im Dunkeln den Weg zurück zum Parkplatz.

Der Pavillon scheint mit seinen großen Glasflächen nahezu transparent zu sein und mit der Parklandschaft zu verschmelzen. Quer zur Zentralallee verlaufen Reihen aus hohen Sumpf-Eichen (zuercus palustris), die Auftakt und Ende dieses neu gestalteten Bereichs bilden. Einen großen Teil der Fläche nimmt die Teichanlage ein, in die drei Stufen mit einem Höhenunterschied von 70 Zentimetern und eine Wasserkaskade eingebaut wurden, übrigens ohne einen Meter Folie – den Teichboden bildet der anstehende Lehm. So fügt sich die Wasserfläche harmonisch in die gestaltete Landschaft ein.

Entlang des Ufers werfen echte Sumpfzypressen (Taxodium distichum) und Strauch-Rosskastanien (Aesculus parviflora) ihre Schatten auf das Wasser; Hortensien und viele Begleitstauden sorgen für blütenreichen Schmuck. Raritäten wie chinesischer Blumen-Hartriegel (Cornus kousa chinensis), Kuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum), Riesenmammutbaum (Sequoia gigantea) und Urweltmammutbaum (Metasequoia) warten auf botanisch Interessierte, welche die Gehölze näher in Augenschein nehmen wollen.

Einen fertigen Pflanzplan gab es dafür nicht. „Mein Vater suchte sich bei seinen regelmäßigen Spaziergängen durch die Baumschulquartiere jedes Exemplar einzeln aus. Bei der Vielfalt konnte er aus dem Vollen schöpfen – es war ein anderer, ein sehr intensiver Umgang mit der Pflanze“, erzählt Ulrike Dörflinger. Dabei ging es natürlich auch darum, das reichhaltige Sortiment der Baumschule zu präsentieren und zu zeigen, wie sich eine Art ausgepflanzt in der Landschaft macht.

Heute wirkt dieser Teil wie eine einladende Geste in das Reich der Rhododendren und Azaleen, die in 1.000 Arten und Sorten zwischen Ende April und Anfang Juni mit ihren farbstarken Blüten die Szenerie beherrschen. Abgelöst wird deren Blütenpracht von den Hortensien mit ihren sommerlich-üppigen Blütenbällen. Im Herbst heißt es dann „Bühne frei“ für die laubabwerfenden Gehölze, welche die Vegetationszeit farbenfroh verabschieden.

Zahlen, Daten, Fakten

SASISON: ganzjährig geöffnetEINTRITT: frei www.bruns.de/rhododendronpark-gristede

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