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NWZonline.de Garten

Früchte mit Vorsicht zu genießen

14.09.2013

Aus dem reichhaltigen Angebot von exotischen Früchten sind uns auch die Kaktusfeigen bekannt, eine Delikatesse, die mit Vorsicht genossen werden sollte. Sie besitzen nämlich kleine Dornenpolster mit Widerhaken und können Entzündungen hervorrufen, wenn sie in der Haut festsitzen. Die gekühlten Früchte werden deshalb vor dem Verzehr geschält.

Harte Schale

Auch wenn die Feigenopuntie, Opuntia ficus-indica, aus subtropischen Gebieten Mittelamerikas stammt, kann sie bei uns gut in Kübeln gehalten werden. Sie lässt sich unproblematisch aus Samen und Stecklingen vermehren.

Die Samen kann man einfach den Früchten entnehmen und von anhaftendem Fruchtfleisch befreien. Da die Samen sehr hartschalig sind, erleichtert eine mechanische Verletzung die Keimung. Dazu werden sie mit etwas scharfem Sand zwischen zwei Brettchen gerieben. Es wird in normale, etwas sandige Erde ausgesät und nur dünn abgedeckt. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 25 Grad, wobei die Nachttemperaturen durchaus niedriger sein dürfen. Die nach einiger Zeit erscheinenden Opuntiensämlinge werden pikiert und nach dem Erstarken in Kübel gepflanzt.

Einfacher ist eine Vermehrung durch Stecklinge ab August. Dazu werden die obersten Opuntienglieder an der engsten Stelle abgeschnitten und einige Tage trocken gelegt, bis die Schnittstelle regelrecht abgetrocknet ist. Erst dann werden sie in reinen, leicht feuchten Sand gesteckt, mäßig warm gehalten und ab und zu mit Wasser übersprüht. Nach kurzer Zeit bewurzeln sich die Stecklinge, was dadurch zu erkennen ist, dass die Glieder wieder fest und prall werden.

Kräftige Exemplare

Als Kübelerde eignet sich ein lehmiges, mineralisches Substrat. Über Sommer bekommen die Pflanzen einen vollsonnigen und geschützten Standort, wo sie sich schnell verzweigen und zu kräftigen Exemplaren heranwachsen. Der Wasserbedarf ist auch über Sommer nur mäßig, als Düngung genügt eine Gabe zum Wachstumsbeginn im Frühjahr und eine im Juni zur Blütezeit. Aus den dekorativen roten Kakteenblüten entwickeln sich dann etliche gelbrote Früchte, die an einem sonnigen Standort ausreifen.

Für die Überwinterung gibt es mehrere Möglichkeiten. In ganz milden Klimabereichen kann eine Freilandüberwinterung versucht werden. Die Pflanzen vertragen bis zu minus fünf Grad Frost. Dazu werden die Kübel an einem geschützten Platz in den Boden versenkt und bei frostigen Temperaturen mit Reisig oder Strohmatten geschützt. Möglich ist auch eine kühle und helle Überwinterung im Haus, während dieser Zeit ist ein Gießen nicht erforderlich.

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