• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region

Gallen an Laubgehölzen

29.07.2017

An vielen Laubgehölzen kann man über Sommer gefährlich aussehende Gallen, hervorgerufen durch Gallmilben, Gallwespen, Gallmücken und Gallläusen, beobachten.

So weisen die Blätter von Buchen vorwiegend nahe der Mittelrippe einige kleine, hornförmige Wölbungen (Gallen) auf. Dies wird von Milben hervorgerufen. Diese Tiere sind nur ein Zehntel Millimeter groß und farblos bis weißlich mit zwei Beinpaaren. Die Gallbildung und Verkrüppelungen entstehen durch das Saugen an den Blättern. Die Gallmilben finden sich an Laubbäumen oft in großen Mengen vor, zum Beispiel bis zu 10 000 in einer einzigen Knospe, wo sie auch überwintern.

Der Schaden ist bedeutend geringer, als das Befallsbild vermuten lässt. Deshalb ist auch nichts gegen diese Erscheinungen zu unternehmen, zumal ein Baum von dieser Beeinträchtigung nicht im geringsten beeinträchtigt wird.

Zu bedenken ist ferner, dass bei uns heimische Bäume ein Lebensraum für viele, bis zu 150 verschiedene Insektenarten sind, die für die Nahrungskette, gerade der Vögel, eine wichtige Rolle darstellen. Von daher sind angefressene oder anderweitig befallene Bäume unter dem Gesichtspunkt der naturnahen Gartengestaltung bedeutend wertvoller als unbeschädigte Gehölze wie zum Beispiel die Platane, von der sich bei uns nur eine Insektenart ernähren kann.