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NWZonline.de Region

Schmuck in Herbststräußen

16.09.2017

Beheimatet sind die Japan-Anemonen in Fernost, und sie kamen erst Mitte des vergangenen Jahrhunderts nach Europa, wo sie heutzutage aus Staudenbeeten nicht mehr wegzudenken sind. Die zierlichen Stiele mit ihren verzweigten Blütenknospen eignen sich gut für herbstliche Blumensträuße, da sie lange halten.

Das Sortiment besteht vorwiegend aus Japan-Hybrid-Anemonen, die je nach Sorte zwischen 0,5 bis 1,5 Meter hoch werden. Zum Herbst hin erheben sich über dem Laub die grazilen Stängel und bilden zahlreiche große Schalenblüten, die je nach Sorte in den Farben weiß, silberrosa, rosarot, karminrosa und rot leuchten, wobei die auffallend goldgelben Staubgefäße in angenehmem Kontrast zu den Blütenblättern erscheinen.

Halbschattiger Standort

Herbstanemonen wachsen in jedem guten, humosen, etwas lehmigen Gartenboden an einem Standort, der ruhig halbschattig sein kann. Ihre Blütenpracht kommt hervorragend vor Laub abwerfenden Gehölzen und auch neben Farnen, Gräsern und Funkien zur Geltung. Im Staudenbeet wirken ihre Blüten sehr dekorativ zusammen mit denen zur selben Zeit im Herbst blühenden des Eisenhutes und der Silberkerze sowie der zweiten Blüte des Rittersporns.

Selbst nach der Blüte zeigen sich die Pflanzen noch als Blickfang, wenn sie ihre ungewöhnlichen grauwolligen Samenstände ausbilden.

Herbstanemonen brauchen einige Jahre, bis sich aus wenigen Pflänzchen mithilfe unterirdischer Knopsen ein dichter Bestand entwickelt hat, der die Pflanzen erst dann in voller Schönheit präsentiert. Beim Pflanzen ist den Herbstanemonen deshalb ausreichend Platz von über einem Quadratmeter zuzuweisen.

Pro Sorte sollte man immer mehrere Exemplare pflanzen, damit sich später gleichfarbene Kolonien bilden. Sie entwickeln sich dann am besten, wenn sie nicht gestört werden und können jahrelang an ihrem Platz stehen bleiben.

Frostschäden vermeiden

Falls sie bei einer Umgestaltung des Gartens einen anderen Platz bekommen, so ist damit zu rechnen, dass am alten Platz noch etliche Pflanzen erneut austreiben, da sie auch aus kleinsten Wurzelteilchen wieder hervorkommen.

Herbstanemonen sind besonders im Jahr nach der Pflanzung empfindlich gegenüber Kahlfrösten. In der Nähe von Gehölzen sorgt ganz von alleine eine Laubschicht für Schutz, die man noch auf eine Dicke von bis zu zehn Zentimetern verstärken sollte. Im Staudenbeet ist sie ebenfalls rechtzeitig vor ersten stärkeren Frösten aufzubringen.

Günstig wirkt sich im Spätherbst auch eine Abdeckung mit altem, verrottetem Mist aus, den man dünn zwischen das Laub streut, sie schützt und liefert Nährstoffe zugleich. In ganz ungünstigen Lagen kann man zusätzlich noch mit Reisig abdecken, um Frostschäden auf jeden Fall aus dem Weg zu gehen.