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nordwest-zeitung

Expertentipp Kübelweise

Melanie Jülisch

Delmenhorst - Jeder Balkon und jede noch so kleine Terrasse sind dankbar für ein bisschen Farbe. Ob Kübel, Blumenampel oder Balkonkasten: Sie sind ein besonderer Schmuck auch auf kleinstem Raum. Was man bei der Bepflanzung beachten sollte, verrät der Gärtnermeister und Florist Ralph Arkenau von Bellandris Arkenau aus Delmenhorst. Ganz besonders wichtig ist auch hier die Lage. Sonnig, schattig oder im Halbschatten – was genau auf den geplanten Standort zutrifft, entscheidet über die anschließende Pflanzenwahl. Besonders wohl im Schatten fühlen sich beispielsweise Fleißige Lieschen, Fuchsien, Begonien, Hortensien und verschiedene Strukturpflanzen. Geranien, Petunien, Lobelien und viele andere fühlen sich besonders wohl in Sonne oder Halbschatten. Das Pflanzgefäß selbst sollte groß genug sein und mit hochwertiger, lockerer Blumenerde befüllt werden, damit die Blumen genug Nährstoffe erhalten. Ist die Erde krümelig und luftdurchlässig, können die Wurzeln besser atmen. „Sommerblumen sollten allerdings erst gepflanzt werden, wenn die Temperaturen – auch in der Nacht – konstant nicht unter fünf Grad liegen. Ist es noch zu kalt, sehen sie ganz schnell richtig jämmerlich aus“, sagt Ralph Arkenau. Wer nicht immer alles im Blick haben kann, beispielsweise weil des Öfteren kleine Reisen anstehen, kann auf Balkonkästen mit Bewässerungsspeicher zurückgreifen, der in einem doppelten Boden versteckt ist. „Wichtig ist das regelmäßige Düngen, da die Nährstoffe aus der Topferde recht schnell verbraucht sind“, so Ralph Arkenau. Wer dies regelmäßig tut, der hat bis Oktober seine Freude an den Pflanzen!

Das passt

Es lohnt sich, verschiedene Pflanzen einer Sorte miteinander zu kombinieren – bunte Kompositionen liegen im Trend. Drei Töne in einem Topf – warum nicht? „Auch weißblühende Pflanzen sind sehr beliebt. Sie sind aber etwas regenempfindlicher und brauchen mehr Nährstoffe, also allgemein etwas mehr Zuwendung“, sagt Ralph Arkenau. Recht unempfindliche weiße Blüten haben hingegen zum Beispiel Mini-Petunien, Margeriten oder Hortensien. „Stark wachsende und langsam wachsende Pflanzen sollten allerdings nicht zusammengepflanzt werden“, so Ralph Arkenau. Setzt man beispielsweise Weihrauch und Husarenknöpfchen nebeneinander, so überwuchert der Weihrauch das zarte Pflänzchen.

Für Balkonkästen gilt folgende Faustformel: Fünf kräftige Pflanzen pro laufender Meter.

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