• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de

Kunst des Veredelns

28.01.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-01-28T05:35:32Z

:
Kunst des Veredelns

Viele Obstbaumsorten bestehen in der Regel aus zwei Teilen. Da ist erstens die Unterlage, das ist der Wurzelteil, und zweitens der Edelreis, aus dem sich der Stamm und die Äste entwickeln. Als Edelreis bezeichnet man einjährige, gut bleistiftstarke Triebe, die während der Winterruhe von guten Ertragsbäumen geschnitten werden und bis zum Veredeln im März kühl und frostfrei in feuchtem Sand gelagert werden.

Von der Unterlage, Sämlinge oder vegetativen Ursprungs, hängen in Verbindung mit dem Edelreis die Wuchsstärke, der Beginn und die Regelmäßigkeit des Ertrages sowie die Lebensdauer des Baumes ab. Die Unterlagen werden meist in „schwachwachsend“, „mittelstarkwachsend“ und „starkwachsend“ unterschieden.

Die große Kunst des Veredelns ist es nun, die Unterlage und das Edelreis so zusammenzufügen, dass die Teile zusammenwachsen. Es gibt verschiedene Techniken, um dieses Ziel zu erreichen. Der Fachmann spricht vom Pfropfen, Kopulieren oder Okulieren. Am einfachsten ist die Technik des Kopulierens, wobei beide Teile einen gleichmäßig langen Schrägschnitt erhalten und an den Schnittstellen zusammengefügt, verbunden und verklebt werden.

Da die Veredelungsschnitte eine Kunst für sich sind, lässt man sie sich am besten vom Fachmann zeigen oder lernt sie in Gartenbaukursen. Um die Schnitttechnik zu erlernen, kann man diese gut an Weidenzweigen üben und später versuchen, an eigenen Apfelbaumzweigen neue Sorten zu veredeln.