Oldenburg - Die Blumenschau ist verblüht, es leben die Oldenburger Gartentage: Mit einer Verkaufsmesse eröffnet die Weser-Ems-Halle die Gartensaison. Die Messe hat von Freitag, 8., bis Sonntag, 10. März, geöffnet.
„Auf die erste Messepremiere seit langem“, freut sich Hallenchef Jan Wartemann. Immer wieder habe man in den vergangenen Jahren versucht, der Blumenschau Sachthemen anzugliedern. „Ohne Erfolg“, blickt Wartemann zurück. Dabei biete Oldenburg mit seinen vielen Einfamilienhäusern und seinem ländlich geprägten Umland ein ideales Umfeld, Hausbesitzern oder Mietern Produkte zur Gestaltung und Pflege ihrer Gärten zu präsentieren.
„Blumenschau war gestern, Oldenburger Gartentage sind heute“, freut sich auch Projektleiterin Sonja Hobbie auf die neue Messe. Die Besucher müssen sich auf ein neues Konzept einstellen, erklärte sie während einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen in der Weser-Ems-Halle. „Themengärten wie auf den vergangenen Blumenschauen wird es nicht geben, dafür zahlreiche Verkaufsstände und Beratungen“, kündigte die Projektleiterin an. Die Gartentage seien eine Verkaufsmesse, die sich an alle richte, die aktiv ihren Garten gestalten.
„Das Schönste am Frühling ist, dass er genau dann kommt, wenn man ihn braucht“, freute sich Hobbie über den strahlend blauen Himmel, die Sonne und die steigende Temperaturen. Die Besucher könnten im Gegensatz zur Produktpräsentation im Internet alles Anfassen, riechen oder sich hinsetzen, um Gartenmöbel auszuprobieren. Erwartet werden 15 000 Besucher.
Auf 6500 Quadratmetern Ausstellungs- und Vortragsfläche geht es um Gartengestaltung und Gartentechnik, um Pflanzen und Floristik, um Ausstattung, Möblierung und Dekoration von und mit Gärten, kündigte sie an. „Von der Wurzel bis zur Baumkrone, vom Säen bis zum Ernten und von der Arbeit bis zum Vergnügen“, umreißt Hobbie das Spektrum weiter.
Innovative Technik und moderne Projekte spielen dabei eine große Rolle. Am Stand der Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Ostfriesland wird sich viel um Rasen und Rasenpflege drehen, erklärte Renke Schröder, Fachhandel-Abteilungsleiter der Genossenschaft, und spielt damit zum Beispiel auf den modernen „Automower“ (ein flacher Rasenmäher-Roboter) an.
Der Wiefelsteder Garten- und Landschaftsbauer Tim Franke möchte „Licht und Stahl im Garten“ präsentieren. Die modernen LED-Lampen und die moderne Architektur ließen den Einsatz solcher vergleichsweise ungewöhnlichen Materialien zu. Franke: „Das Wohnzimmer in den Außenbereich erweitern oder auch die Küche – auch das sind Themen, mit denen ich mich beschäftige.“
Einen Eindruck von dieser Art Individualität könnte bereits eine Stele vermitteln, die die Besucher gleich am Eingang der Gartentage-Messe auf das Kommende einstimmt. Gefertigt hat sie der Oldenburger Steinmetz und Steinbildhauermeister Jan Wandscher, die von ihm gewählte Form entspricht einem leicht geöffneten Blütenkelch.
