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NWZonline.de

Mit der Säge zu saftigen Früchten

04.02.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-02-04T10:55:48Z 280 158

Obstbaumschnitt:
Mit der Säge zu saftigen Früchten

Die Schnittmaßnahmen richten sich außer nach den verschiedenen Obstsorten besonders nach dem Alter der Bäume. Junge Obstbäume brauchen zum idealen Kronenaufbau den Pflanz- und Erziehungsschnitt, während bei älteren Bäumen die Fruchtholzverjüngung im Vordergrund steht.

Der Erziehungsschnitt, der bis zum sechsten Jahr vorgenommen wird, baut auf den Pflanzschnitt auf, der schon in der Regel beim Kauf erfolgt. Alle nach innen wachsenden und zu dicht stehenden Äste sowie die Konkurrenztriebe werden entfernt. Nach einem Schnitt treiben in der Regel immer die obersten Knospen aus. Die erste lässt man wachsen, die anderen zwei bis drei sind die zu entfernenden Konkurrenztriebe. Die Leitastverlängerungen und die Stammmitte kürzt man immer etwas ein, um ein kräftiges Astgerüst zu erzielen.

Das Ziel des Obstbaumschnittes bei älteren Bäumen ist es dann, das Fruchtholz ständig zu verjüngen. Als Fruchtholz bezeichnet man Triebe mit Blütenknospen, die man gut daran erkennen kann, dass sie in der Regel dicker und rundlicher als Blattknospen sind.

Als Folge des sich entwickelnden Fruchtansatzes werden die Äste dann durch das Gewicht nach unten gezogen. An dem Punkt, wo sich der Zweig nach unten neigt, wächst neues Fruchtholz an sogenannten Reitern darüber und bildet ein Schattendach. Lange nicht beschnittene Obstbäume weisen so mehrere Lagen von Fruchtholz übereinander auf.

Durch jährliches Ausschneiden von altem Holz vermeidet man zu viel und schattiges Fruchtholz und verjüngt es kontinuierlich. Die Folge ist zwar ein mengenmäßig geringerer Ertrag von allerdings größeren, völlig ausgereiften Früchten.