Frage: Das Angebot an motorisierten Helfern für Garten und Hof ist riesig: Ob sägen, fegen, mähen oder häckseln – nichts muss mehr in Handarbeit erledigt werden. Aber sind alle Geräte wirklich sinnvoll?
Fred Bunjes: Ein klares Ja. Gartenpflege ist zeitaufwändig. Mit den richtigen Geräten lässt sich der Aufwand erheblich reduzieren. Natürlich hängt der Einsatz von den individuellen Bedürfnissen ab. Aber generell gilt: Motorbetriebene Geräte bringen eine große Arbeitserleichterung. So macht Gartenarbeit richtig Spaß, vor allem, wenn die Geräte von leisen 4-Takt Motor angetrieben werden. Wer den Umgang mit Benzin allerdings scheut, sollte sich die neuesten leistungsstarken Akkugeräte mit L-Ionen ansehen. Die liegen voll im Trend.
Frage: Ich habe eine große Rasenfläche. Nach welchen Kriterien sollte ich mir meinen neuen Rasenmäher aussuchen?
Fred Bunjes: Da spielen ganz viele Faktoren mit: An erster Stelle steht natürlich, dass die Fläche und die Leistungsfähigkeit des Gerätes zueinander passen. Aber natürlich muss auch der Zugang zum Grundstück bedacht werden, welche Erfordernisse das Grundstück an die Wendigkeit des Gerätes stellt, welche Unterstellmöglichkeiten es gibt und natürlich spielt auch die Servicefreundlichkeit eine Rolle. Diese Punkte sollten in einem Beratungsgespräch angesprochen werden. Im Übrigen rate ich Kunden auch zu einem praktischen Test. Ein Auto fährt man ja auch zur Probe. Vieles, was sich in der Theorie gut anhört, sieht in der Praxis anders aus. Und die sollte man besser vor der Kaufentscheidung kennen.
Frage: Der Rasen ist gemäht. Bleibt noch die leidige Entsorgung des Schnittguts. Welche Lösung empfiehlt der Fachmann?
Fred Bunjes: Da gibt es die bekannte Methode der Schnittgutentsorgung auf dem Kompost oder
auf der Deponie. Beides ist lästig, zeitaufwändig und teilweise teuer. Vorteilhafter, auch für den Rasen, ist der Einsatz spezieller Mulch-Rasenmäher, die das Schnittgut ganz fein häckseln. Das wir dann dem Boden direkt als Dünger zugeführt. Diese Arbeit übernehmen Mikroorganismen in kürzester Zeit. Kompost oder Deponie haben sie damit erledigt.
Frage: Mein Auto bringe ich regelmäßig in die Inspektion. Was mache ich mit meinen motorisierten Gartengeräten, wenn der „Winterschlaf „vorbei ist?
Fred Bunjes: Diese Frage stellen Sie sich besser schon vor dem Winterpause: Es ist beispielsweise grundsätzlich besser, Motoren mit frischem Öl überwintern zu lassen. Sonst greifen die Schadstoffe die Metall-Legierung im Motor an. Auch das Mähgehäuse sollte besser vor der Einwinterung gereinigt und mit einem Korrosionsschutzöl versiegelt werden. Außerdem haben die Werkstätten über die Wintermonate für eine gründliche Durchsicht Zeit und bieten teilweise Sonderpreise an. Wer erst im Frühjahr zum Service kommt, muss Wartezeiten mit einkalkulieren. Aber der Rasen wächst natürlich auch, wenn der Rasenmäher in der Werkstatt steht. Dann ist es gut, wenn der Händler jedenfalls mit einem Leihgerät aushelfen kann.
